Albmarathon2018

Der Albmarathon von Schwäbisch Gmünd

Wieder einmal, zum fünften Mal stand der 50km Lauf Albmarathon auf dem Plan. Ein Lauf, der es in sich hatte zumindest für mich der die Steigungen hasst, aber was solls wer gerne runter läuft muss zuerst oben ankommen.

Am Freitag die übliche Anfahrt mit genügend Staueinlagen aber dann doch die Schwerzerhalle für die Übernachtung erreicht. Nach Einrichtung des Schlafplatzes zum Prediger gegangen um die Startunterlagen abzuholen. Der restliche Abend war dann zum Besuch der Enkel gewidmet.

Samstagsmorgen, es ist kalt geworden. Die Frage war jetzt was ziehe ich an zum Laufen. Kurze Hose, mich schüttelte es, nein, die dreiviertel Hose muss aber dann reichen. Oben zwei Shirts ein kurzes und ein langes und darüber eine Jacke was zu viel ist kann unterwegs in den Rucksack wandern.

Vor dem Start im Prediger noch ein paar bekannte Gesichter begrüßt und dann ging es raus zur Startaufstellung. Pünktlich um 10 Uhr erfolgte der Start. Der Lauf folgte kurz durch die Stadt und dann hinaus in die Natur durch die Wälder und Wiesen um Schwäbisch Gmünd. Nach ca. 5km musste ich bereits meine Jacke in den Rucksack verstauen der Körper hatte seine Betriebstemperatur erreicht. Meine Ohrhörer funktionierten nicht so wollte ich komplett ohne die Lauf Uhr zu beachten den Lauf hinter mir bringen. Die Steigungen hoch gehen und runter laufen lassen was das Zeug hergibt war meine Devise. Das Wetter war so richtig meins das richtige Wettkampfwetter für mich wie ich es liebe. Viele Läufer verwünschen das nasskalte Wetter denen ist es zu kalt und zu rutschig. Verstehe ich gar nicht, ja es regnet zeitweise ein wenig, aber das stört gar nicht. Das Shirt ist feucht ob vom Schweiß oder Nieselregen ist egal. Rutschig? Ich hatte damit keine Probleme kann mich nicht erinnern das mir einmal die Füße ins rutschen kamen. Runterlaufen über Laub und Wiesen, laufen lassen ist herrlich und nichts rutscht dabei. Wer bremst verliert ist ein altes Sprichwort. Dieser Lauf war einfach schön es passte alles außer die Steigungen. Ich werde mir als nächstes vornehmen wieder mehr in dieser Richtung zu trainieren, wenn ich nur mehr Lust dazu hätte. Die Steigungen hätte ich vorm Haus, aber es ist einfach anstrengend immer wieder hoch zu laufen. Nach vierzig Kilometer war das Schlimmste hinter mir jetzt hieß es nur noch die letzten 10 km durchzuhalten. War ich überrascht es lief es konnte nicht besser laufen, kann mich nicht erinnern das ich den Bahndamm jemals so entlanggelaufen bin. Alle Läufer, die nach vorne ins Blickfeld kamen habe ich mir geholt nur die letzte Läuferin 300m vorm Ziel wollte ich nicht mehr überholen. Ich habe sie noch angefeuert zum Schlussspurt und sind mit gleichem Schritt über die Ziellinie 5:41:44 damit zweiter in der Ak. Es war mein schönster Lauf in Schwäbisch Gmünd der erste Lauf vor sechs Jahren war um 5 Minuten schneller und ich war damals vollkommen am Ende und diesmal war es ein Genuss.

Ein Lauf durch einen Bannwald

Lauf durch den Bannwald

Am Samstag um 8Uhr30 in Stühlingen in den Bus um nach Wehr zu kommen zum Ende des Schluchtensteiges. Wollte ich doch die Fortsetzung des Schluchtensteiges nach Stühlingen der mir in August verwehrt war einmal zu laufen.

Um 11Uhr30 nachdem der Bus in Wehr ankam machte ich mich gleich auf den Weg. In Wehr selbst war alles nach Koomot super zu finden aber gleich zum Einstieg in den Wald ging es los. Der Weg war nicht mehr vorhanden ein Suchen nützte nichts er war verwachsen. Mit dem zweiten Einstieg hatte ich mehr Glück. Der Weg ging mal stetig nach oben für mich war es dann ein stetig gehen und laufen. Dann hieß es vom Navi nach links abbiegen aber wo? Nach kurzen hin und her den Abstieg gefunden. Ein Trail der schon eine Ewigkeit nicht mehr benutzt wurde und der irgendwann vollkommen mit Dornen verwachsen war das es unmöglich war weiter zu kommen. Meine Überlegung daraus war vielleicht in Zukunft bei solchen von mir gemachten Unternehmungen ein Buschmesser eine Machete mit zu nehmen. Auf alle Fälle war ich verurteilt den Rückzug anzutreten. Zurück auf dem Hauptweg bis zur nächsten Ansage links ab. Nach längeren Suchen fand ich den Trampelpfad, der den Abhang hinab führte. Ein schmaler Pfad halb verwachsen aber doch noch geh bar bestimmt seit Jahren nicht mehr benutzt eigentlich schade. Nach erreichen der Talsohle fing das Suchen von vorne los, egal in welche Richtung oder Weg ich auch wollte das Navi war mit mir nicht zufrieden. Muss dazu noch sagen es waren keinerlei Wegweiser oder der gleichen, sondern nur von Koomot vorgeschlagener Wegführung, die mich wieder nach Stühlingen nach 64 Km bringen sollte. Die Überlegung war nach einiger Zeit was bin ich eigentlich, ein Wanderer nein, ein Läufer nein, eigentlich bin ich ein Pfadfinder der uralten Pfade sucht. Erst später sah ich ein Schild, dass ich mich in einem Bannwald befinde und deshalb alles der Natur überlassen wird. Darauf hin habe ich nicht mehr auf das Navi reagiert, wenn ein Weg, der nicht zu sehen war diesen zu suchen. Auf alle Fälle war das die langsamsten 10km die ich unterwegs war, sage und schreibe 3 Stunden für 10km.

Trotz alledem es war schön, die bunten Laubbäume, der Wald, die Stille. Deshalb habe ich auch vor 14 Tagen meinen Platz fürs andere Leben in einem Friedwald unter einer Buche gesichert in der freien Natur so wie jetzt beim Laufen oder auch mal beim Gehen die Natur genießen.

Nach 5 Stunden durch den Wald erst wieder die ersten Häuser gesichtet und anschließend ging es wieder hinein in den Wald. Um 20Uhr erreichte ich St. Blasien, Halbzeit, nach ursprünglichem Plan wollte ich jetzt in Stühlingen sein. Bin bis jetzt ohne einer Stehpause unterwegs gewesen Zeit zu einer Essenspause. Eine Pizzeria war schnell gefunden Spagetti schnell vertilgt und weiter geht’s.

Ein schmaler Pfad schlängelt sich den Berg hoch und wollte wollte nicht aufhören. Allein durch finstere Nacht es ist herrlich keine Menschenseele unterwegs auch keine Tiere lassen sich sehen. Mal hört mal das Muhen von Kühen aber ansonsten Stille.

Die Stunden und Kilometer vergehen, der Schluchsee lässt sich blicken über die Staumauer und dann wieder hinein in den Wald. Immer schön bergauf und bergab insgesamt waren es ein wenig über 2000 Höhenmeter, nach mehr als 14 Stunden habe ich dann Stühlingen wo mein Auto stand erreicht. Aus 64km wurden es insgesamt 74km.

Rückblickend, es war ein schöner Lauf. Besonders der Lauf durch die Nacht bei halbem Mond super aber als Lauf als Anschluss beim Schluchtensteig zurück nach Stühlingen weniger geeignet. Das heißt nochmals aber eine andere Strecke versuchen, das ist die Aufgabe für das nächste Frühjahr.

Pfalz Trail 2018

 

Pfalz Trail 2018

Nach nur diesjährigen 7 Wettkämpfen musste am letzten Samstag der Pfalz Trail in Carlsberg herhalten. Bin schon 2016 diesen Trail gelaufen mit seinen 85km und 2400 Höhenmeter und war mir noch in Erinnerung. Dachte ich damals ich wäre der absolut letzter der durchs Ziel lief mit 12:36:XX  dem war es gar nicht so, dass es Anspruchsvoll war blieb in Erinnerung. Am Samstagsmorgen um 6 Uhr 30 war Start. Nach einer Nacht im Auto gut geschlafen konnte es nur gut losgehen. Es war noch finster als die Läuferschar sich in Bewegung brachte und die Kälte war mir ein wenig ungewohnt in diesem Jahr. Um eine Stirnlampe aufzusetzen für die erste Stunde war ich zu faul und musste daher das Licht von den Mitläufern mitbenutzen ging aber so auch in Ordnung.

Es lief am Anfang ganz gut die Gedanken schweiften zu den Gefällstrecken die ich so liebe, soll ich mich diese hinabzustürzen oder soll ich es Gemütlich angehen. Der innere Drang wurde immer stärker obwohl ich wusste ich sollte den Puls unter 120 halten wegen dem Chronischen Kompartmentsyndrom siegte dann doch der Drang. Als bei ca. Kilometer 13 die erste lange Gefällstrecke sich zeigte legte ich los es war herrlich hinunter zu stürmen. Ein Dankeschön an die Läufer und es waren alle auf diesem Streckenabschnitt die mir durch ihr beiseitetreten dies ermöglichten. Es ist mehr oder wenig ein Rausch, den man sich hingibt es gibt dabei keine Gedanken, dem man sich hingeben kann es gibt nur ein hinunter so schnell es geht. Waren 3 Kilometer, auf alle Fälle viel zu kurz und doch gibt es kaum so lange Gefällstrecken außer im Gebirge nur dort sehr häufig mit spitzen Steinen. Vorbei der erste Traum es geht wieder nach oben.  Bei dem nächsten längeren Gefälle das gleiche Spiel noch einmal. Nur waren dann auf Hälfte der Gefällstrecke zwei Läufer, die hatten mich gesehen machten aber keinen Platz um daran vorbeizukommen. Es wurmte mich will nicht so langsam runter, möchte schneller. Mein Blick ging weit voraus, wo wäre eine Möglichkeit vorbeizukommen. Jetzt musste es sein, rechts seitlich kurz hoch und vorbei. Entschuldigt ihr Zwei das ihr erschrocken seid aber anders wäre es nicht möglich gewesen an euch vorbei zu kommen.

Eigentlich bin ich es gewöhnt das man andere vorbei lasst, wenn diese aufschließen aber selten muss man doch schauen wie man eben doch vorbeikommt. Ab Kilometer 35 war es vorbei mit lustig das verdammte Syndrom meldete sich es kamen die Schmerzen in beiden Füßen bis ganz hoch. Ab jetzt hieß es langsamer werden den Puls senken bevor es mir wieder so ergeht wie beim 24 Std-Lauf in Bottrop. Es war zum Aushalten natürlich die Pace-Zeiten gingen hoch, meinen Spaß hatte ich und das Ziel werde ich auch erreichen.

Der Pfälzerwald ist relativ laut durch die Nähe zu Straßen aber die vielen Trails herrlich zu laufen auch die Organisation lasst kaum Wünsche offen.

Irgendwann kommt jeder ins Ziel, mein Ziel habe ich nach 12:24:11 erreicht. Beinahe wie vor zwei Jahren da waren es um die 12:33:xx. Es war ein schöner Lauf an einem schönen Herbsttag viele nette Läufer kennen gelernt besonders gefreut hatte ich mich als ich den Vereinskamerad Menke Markus mit Freundin am Vortag und vorm Lauf noch traf. Markus, Gratulation noch zu Deinem hervorragenden 2. Platz.

Schluchtensteig

Schluchtensteig oder ein alter Mann auf Tour

So endlich komme ich mal dazu diesen Schluchtensteig zu laufen. Wie oft stand dieser schon auf dem Plan und immer wieder gingen Unwetter voraus und Teile der Wutachschlucht waren gesperrt. Diesmal war eher das Gegenteil es fehlte Wasser, das Wilde, das Tosende und so wurde es ein schöner ruhiger Lauf durch 4 Schluchten. Geplant sind 180km und bis Samstagabend oder -nacht.

Freitagmorgen ging es los um 8Uhr45 am Startpunkt in Stühlingen einen extra Parkplatz für Schluchtbesucher und das sogar ohne Parkgebühr. Wenn man da an Grindelwald oder Kempten denkt. Unterwegs sind hauptsächlich Etappenläufer, Verrückte wie meinerseits die so etwas in einen Zug durchlaufen habe ich keine angetroffen. Wetter war herrlich und so begab ich mich auf den Weg. Sehr schnell war man eingetaucht im Wald und ich war erstaunt über die Trails, die hier sofort begannen. Hatte diesen Anfang niemals vermutet. Alsbald ging es schon mal richtig hoch aber im Schatten des Waldes ganz angenehm. Bei dem Aussichtspunkt Wutachflühen ändert sich mal das Ganze, als offenes Land. Hier konnte sich die Sonne richtig zeigen und ich meinen freien Oberkörper, das Shirt musste runter. Es ging hoch auf den Buchberg vor allen heftig und dann noch der stechende Planet.

Oben angekommen ein schöner Fleck um auch mal eine kurze Pause zu machen wie es ein Ehepaar mit einem Vesper tat. Für mich hieß es weiter wieder hinunter und in die Schlucht. Blumberg war schnell durchlaufen bevor es zum Schleifenbachwasserfall ging. Der Wasserfall war mehr ein Rinnsal, aber die Badewanne davor reizte für eine Abkühlung und musste genutzt werden, herrlich wars. Danach war es weniger aufregend bis zur Wutachmühle. Hier beginnt die bekannte Wutachschlucht, das schmale Tal, das gerade noch die Wutach und einen Wanderpfad aufnimmt. An Wochenenden sehr häufig überlaufen und an ganz schmalen Pfaden staut sich der Wanderpulk an, das macht dann keinen Spaß mehr. Für mich der Teil, den ich noch nie betreten hatte und ich sehr gespannt darauf war. Zum Beispiel wo die Wutach komplett verschwunden ist und ein paar Meter weiter noch richtig vorhanden ist.

Im übrigen die Wutach war leise sie plätscherte nur vor sich hin im Normal Fall rauscht sie richtig und man spürt dann richtig die Gewalt, die von ihr ausgeht. Zurzeit ist die Wutach auf Grund des fehlenden Regens richtig zahm. Nach heftigen Regen ist die Schlucht teilweise gesperrt wegen Stein und Schlammlawinen sowie Baumbruch. Es ist immer wieder schön durch die Wutachschlucht zu laufen und bei diesen Temperaturen richtig angenehm kühl. Inzwischen kippte das Wetter, Blitze und Donner wechselten sich ab und der Regen setzte ein. Da ich schon die ganze Zeit mit freien Oberkörper lief, lief dieser auf meiner Haut schön ab. Bei der Schattenmühle kehrte ich mal ein vielleicht geht das Gewitter vorüber bis ich wieder zulaufe und wie schön es gibt einen Kaiserschmarren.

Der Kaiserschmarrn ist vertilgt es kann weiter gehen. Es regnet zwar noch aber was solls man hat ja schon darauf gewartet. Zuerst ging es mal kurz raus aus der Schlucht bis es nach ein paar Meter wieder abwärts ging. Am Räuberschloß vorbei, kurz das Schloss besucht da keine Räuber anwesend waren gleich wieder weiter. Mehrere Brücklen überquert bevor es wieder hinaus ging von der Schlucht. Lenzkirch, und es ist abends, die Gewitter werden stärker und der Regen heftiger also Zeit für das Abendessen. Nach Genuss der Gemüsemaultaschen wieder Aufbruch. Gewitter hat nachgelassen und es regnet immer noch und die Nacht ist hereingebrochen. Aber mit der Stirnlampe wird die Nacht zum Tag. Klar die Weitsicht ist weg aber dann sieht man schon nicht wo es wieder hochgeht. Es geht ein paarmal heftig nach oben und auch wieder runter zu meiner Freude. Schluchsee auf den Wegen des Schluchtseeslaufes und weiter Richtung St. Blasien. Kurz vor St.Blasien nochmals eine Schlucht an deren Ende der Windberg-Wasserfall. Hier nochmals zu Baden war doch für mich zu kühl. Weiter ging es nach Todtmoos. Die Strecke hoch und runter mal im Wald mal freie Sicht. Bei der Stirnlampe gibt der zweite Akku seinen Geist auf aber inzwischen nimmt das dunkle der Nacht ab.

Bei mir kehrt plötzlich eine Müdigkeit ein, die ein Laufen kaum möglich macht auch kein wandern. Es war ein torkeln und konnte mich kaum aufrecht halten ein kurzes einnicken während des Laufes. Wie ich es herbei sehnte erschien eine Hütte. Offene Hütte also eine Frischlufthütte mit Bänken. Mit Rucksack hingelegt, weiß nicht glaube ich habe schon geschlafen bevor ich richtig lag.

Fünfzehn Minuten später aufgewacht, aufgestanden und weitergelaufen als hätte ich die ganze Nacht geschlafen. Kurz vor Todtmoos die Hohwehraschlucht eine kurze Schlucht mit einem Rinnsal von Wasser und die erkennen lässt wie stark sie sein kann. Todtmoos gerade auch richtig für ein kleines Frühstück. Danach weiter Richtung Wehr, nach ca. 8km fängt auch hier die Schlucht an die Wehraschlucht.

Wehraschlucht hat einen ganz anderen Charakter. Wutachschlucht man ist ganz nahe am Wasser auch die zwei anderen kleinen Schluchten man spürt förmlich die Kraft des Wassers. Die Wehraschlucht man läuft in ca. 200m über dem Wasser an zum Teil richtig schmalen Pfaden, der Abgrund, unten das Getöse des Wassers. Für einem der Höhenangst hätte dreht hier durch mit dem müsste man nachts laufen. Irgendwann wechselt es auf die andere Seite man läuft dann oben über dem Stausee und kommt langsam wieder runter auf höhe der Staumauer. Es war wenig Wasser im Becken man sieht überall wie das Wasser fehlt. Am Samstag um 13Uhr habe Wehr erreicht nach 25Std, 131km, 4000Hm.

Der Plan wäre von hier wieder nach Stühlingen zu laufen also nochmals 80km. Inzwischen ist es 14Uhr. Das Navi eingestellt auf das neue Ziel und losgelaufen. Wieder ganz nach oben, das Navi bitte umdrehen, wieder umgekehrt. Etliches runter das Navi will nach rechts. Durch mit hohen bewachsenem Gras nach rechts abgebogen dann wieder umkehren es geht nicht weiter. Zwei Stunden umher geirrt es ist 16Uhr das heißt die nächste Nacht durch ein unbekanntes Gebiet ohne Stirnlampe fürs Navi und Telefon könnte es noch reichen.

Abgebrochen will jetzt runter nach Wehr mit dem Bus nach Bad Säckingen und mit dem Zug nach Lauchringen und von dort die restliche 35-40km nach Stühlingen laufen.

Um 17Uhr 15 hatte ich den Busplatz erreicht, Bus fährt um 18Uhr5. Bahnhof Bad Säckingen um 18Uhr16 erreicht, Zug fährt um 18Uhr17. Bin Schwarzfahrer bin zu langsam zum Lösen einer Fahrkarte.

19Uhr bin in Lauchringen eingetroffen und mache mich nachdem ich das Navi neu eingestellt habe auf dem Heimweg. Das Navi und ich liegen im Clinsch jeder will was anderes. Will jetzt die erste Strecke ich keine sie von der Bundesstraße über eine Abkürzung Wut Öschingen erreichen.

Hier kommt der alte Mann in die Überschrift. Bin also zugelaufen, links meine bekannte Bundesstraße in weiter Entfernung, rechts im abstand von 1,5km das Navi. Also kann ich auch nicht so falsch liegen. Dann ein Bauernhof diesen Hof wollte ich für die Abkürzung benutzen. Der Bauer der erschien sagte ich noch ich will in diese Richtung nach Wutöschingen. Worauf dieser das läge viel weiter links ich müsste da so und so erklärte er zurück gehen. Also ging ich zurück. Aber nicht so wie er sagte nach einer Wegbiegung hinter einem anderen Haus folgte ich meiner weiteren Überlegung. Wer kam inzwischen quer über die Wiese mit dem Auto, mein lieber Bauer. Mit den Worten jetzt bist doch schon wieder falsch steig ein ich bringe dich wieder auf die richtige Straße. Also stieg ich ein und erzählte mir „ich soll um diese Zeit nicht mehr soviel herum laufen jetzt ist es schon fast finster und laufe nicht so viel“. Diese Hilfsbereitschaft konnte ich kaputt machen, er vermutet in mir einen alten Mann, der nicht mehr weiß wo er hin will und hilfsbedürftig ist. Nein, ich wollte jetzt nicht unhöflich sein. Konnte ihm nicht sagen das ich das Navi noch laufen habe und dass ich es liebe nachts zu laufen und das ich Ultra laufe und gerade 151km gelaufen bin. Zum Schluss lässt er mich gleich einweisen in die Klapse. Er hat mich komplett bis zu meinem Auto gefahren und ich bin um meine restlichen 29km zu meinen geplanten 180km gekommen. Muss schon sagen man wird in meinem Alter anders angesehen zuvorkommend, höflich, hilfsbedürftig, Rentnermäßig und wenn man dann mal erzählt, dass ich noch voll arbeite und soviel soweit laufe dann hängen ihnen die Augen raus.

 

 

 

 

 

 

Frohnleichnamstouren

Frohnleichnamstouren

Als ich wahr nahm dass meine Vereinskollegen des LG Ultralauf von Stuttgart und Karlsruhe eine Tour an Frohnleichnam von Pforzheim nach Karlsruhe vorhaben war ich sofort angetan. Die Startzeit 10Uhr war gerade richtig da ich wusste ein Zug von Rottweil nach Pforzheim fährt um 10Uhr 06 in Pforzheim ein. Nahm sofort mit Jonathan Kontakt auf und schon war der erste Teil meiner Fronleichnams-Tour bestätigt. Der zweite Teil wäre dann von Karlsruhe nach Rottweil die Nacht hindurch. Soweit war erst mal die Planung.

Am gesetzten Tag ging es mit dem Auto nach kurzer Fahrt zum Bahnhof in Rottweil. Der Zug um 8Uhr 16 nach Pforzheim fuhr pünktlich ab. Als ich um 10Uhr06 in Pforzheim ausstieg haben die Kollegen schon am Bahnhofseingang auf mich gewartet. Schnell noch ein Foto gemacht, meinen Rucksack noch der Frau Gärtner übergeben den sie mit dem Auto mitnahm nach Karlsruhe.

Schon begann der erste Teil der Tour nach Karlsruhe. Es war eine angenehme Tour durch die Landschaft, das Wetter machte super mit auch die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war super. Zur Halbzeit der 45km Strecke war eine kurze Rast zur Ergänzung der Verpflegung. Die Zeit verging relativ schnell vorbei und damit war Karlsruhe erreicht. Das Ziel war der Garten der Fam. Gärtner und war für ein Grillfest super vorbereitet. Auch eine Dusche stand zur Verfügung und das mit viel Liebe zubereitete Essen das herrlich schmeckte. Hier noch ein herzlichstes Dankeschön an Franziska und Hilmar Gärtner und Eltern vom Hilmar. Danke es war super bei Euch.

Gegen 19Uhr machte ich mich auf den Weg Richtung Rottweil. Zuerst zum Bahnhof von Karlsruhe denn von dort ab war meine Route über Komoot gespeichert. Über Rüpurr ging es hinaus zum Teil über die Strecke von Fidelitas-Nachtlauf Richtung Ettlingen. Aber bald verlor ich dann die Orientierung, irgendwann kam ich dann doch an Ettlingen vorbei. Komoot hat eine Eigenschaft besser 20km Umweg als auf Asphaltwegen zu laufen. Dabei wurde ich auf eine Mountainbike strecke hoch geführt steil und mit Schilder versehen nicht für Fußgänger und Lebensgefahr. Habe es überlebt, nur die Zeit läuft davon, denn an Laufen war bei deren Steigung nicht zu denken.

Bald wurde es dunkel die Nacht bracht herein, in der Ferne zeigten sich die ersten Blitze. Wieder einmal meldete sich das Navi „ Du hast deine Route verlassen, schaue nach in Deiner Karte“. Es blieb nichts anderes übrig als umzukehren nachdem ich in einem privaten Firmengelände umher geirrt war. Dafür kam das Gewitter immer näher und näher, dabei ließ auch der Regen nicht mehr lange auf sich warten. Wollte eigentlich Bad Herrenalb noch erreichen, aber habe mich dann doch in Marxell entschieden das schlimmste vom Gewitter abzuwarten. Es war inzwischen 24Uhr als ich mich auf den Boden vom Vorplatz vom Bahnhof Marxell ausbreitete. Auf die Eisenbänke wollte ich mich nicht unbedingt bei dem Gewitter legen. Wollte nicht durch einen Blitz auf der Eisenbank gegrillt werden.

 

Nach zwei Stunden habe ich meinen Rast und Schlafplatz wieder verlassen, das Gewitter hatte sich wieder beruhigt. Es ging immer noch aufwärts in der Nähe von Bad Herrenalb. Es ist immer wieder schön nachts durch den Wald zu streifen. Es ist ruhig auch die Tiere schlafen man hört und sieht nichts umher huschen. Auch kein Wolf ließ sich im Wolfgebiet erblicken. Die Wege vom Westweg wurden von Komoot benutzt oder überquert. Ab 4Uhr morgens kam wieder Leben in die Natur, die Vögel erwachten wieder und so manch anderes Tier ließ sich erblicken. Aber ansonsten tiefer Schwarzwald nur Wald rings herum, tiefe schwarze Wald, keine Menschenseele, man ist alleine für sich und der Natur.

Nach 8Uhr morgens ging es dann hinunter Richtung Forbach. Es dauerte man sollte nicht meinen das ginge schnell, es zog sich dahin immer weiter hinunter. Um ca. 9 Uhr habe ich Forbach erreicht und hier suchte ich ein Cafe zum Frühstücken. Wurde gleich mal fündig nur die Auswahl fürs Frühstück war ein wenig mickrig, aber besser wie gar nichts. Die Steckdose im Gastraum musste herhalten zum kurzfristigen aufladen der Akkus.

Anschließend ging es weiter Richtung Freudenstadt, aber zu allererst die Anhöhe wieder hoch. Gerade hoch ohne Schleife die Zugspitze ist nichts dagegen. Hoch, es will nicht enden, 2 Stunden hoch, wann hört es endlich auf. Irgendwann hatte ich es dann doch geschafft die Hochebene des Schwarzwaldes. Alsbald wurde es mir klar, Rottweil erreiche ich nicht mehr im Laufe des Tages. Somit war mein Gedanke Freudenstadt bis abends zu erreichen und dann mit öffentl. Verkehrsmittel nach Rottweil weiter zufahren. Es zeichnete sich auch ab das meine Akkus nicht mehr solange durch halten würden. Die Nähe zu Freudenstadt zeigte sich dann das sich der Wald zurück zog und wieder einmal freies Land sichtbar wurde. Erste Ortschaften zeigten sich dann bald und somit auch mal die Gelegenheit Einzukehren bei Kaffee und Kuchen. Anschließend holte ich mir noch ein halbes Kilo Erdbeeren und so gestärkt ging es weiter nach Freudenstadt zum Bahnhof.

Hier kam das böse erwachen. Es fährt kein öffentliches Verkehrsmittel nach Rottweil, was nun. Akkus sind leer, das heißt kein Handy mehr, die Uhr ist schon längst leer. Es sind noch 48km bis Rottweil, hinter mir waren es bisher 150km. Bekenntnis wenn man 150km laufen kann dann kann man auch noch die restlichen Kilometer laufen. Im Bahnhof-Restaurant noch kurz das Handy für das Navi aufgeladen und dann nichts wie weiter. Inzwischen sind zwei Stunden vergangen und es ist 21UhrAuf ging es Richtung Rottweil, schöne Strecke, schöne Trails. Dieses Schöne musste ich bald verlassen, kein Navi mehr Akkus leer. Es blieb mir nichts anderes mehr übrig als den Hauptstraßen nach zu laufen.  Für die Stirnlampe hatte ich noch einen vollgeladenen Akku dabei, wenigsten sehe ich nachts noch was.  Irgendwann fingen die Fußsohlen an zu brennen sie schmerzten nicht aber es war unangenehm. Also bevor sie Feuer fingen Schuhe aus und mal ein paar Kilometer barfuß gelaufen in den Socken. Gegen 1 Uhr kam die Kälte ich fror, mir war kalt. Dann nächstes Dorf, es ist Flourn und jetzt habe ich meine mir bekannte Umgebung erreicht. In Flourn die Sparkasse aufgesucht nicht zum Geld abheben, nein zum aufwärmen und mal schlafen. Würde ich durchlaufen wäre ich spätestens um 4Uhr morgens beim Auto. Nach Hause fahren würde nicht funktionieren da würde ich einschlafen, im Auto schlafen wäre zu kalt ohne Schlafsack. Also in der Sparkasse mal schlafen und später mal zulaufen so dass ich um 6 Uhr in Rottweil bin zum Frühstücken beim MC. Es war ein schöner Lauf und bestimmt nicht der letzte in dieser Art, nur die Stromversorgung muss überdacht werden.

 

 

 

 

 

Trail Dorado 2017

 

Trail-Dorado 2017

Habe mich schon sehr früh für diesen Lauf angemeldet und da schon mit den Gedanken den Lauf zweitrangig einzuordnen. Die Anfahrt am Freitag nach Arnsberg war wie so üblich in diese Richtung katastrophal. Samstagmorgen um 6 Uhr erreichte ich Arnsberg. Die Jugendherberge der Veranstaltungsort war noch finster also im Tiefschlaf. So entschloss ich mich auch nochmals ein wenig Schlaf nachzuholen. Um 8 Uhr war für mich die Nacht vorbei und holte mir dann die Startunterlagen und begab mich zum Frühstück. Hier traf ich gleich mal den Ralf der auch schon beim Frühstücken war sowie dann auch die restlichen Läufer vom Ultralauf. Anschließend machte ich mich ein wenig mit der Strecke bekannt und parkte mein Auto um zum Wohnmobil-Parkplatz. Hier an diesem Platz wollte ich nachts in aller Ruhe noch ein wenig Schlaf nach holen da ich diesen Lauf mehr als Training und weniger als Wettkampf ansah.

Um 12 Uhr erfolgte der Start, nach kurzer ebener Strecke ging es gleich mal nach oben. Da war dann nichts mehr mit Laufen zumindest nicht für mich. Für mich war es mal klar um 15 Uhr ist der erste Vortrag über Survival und ich werde die ersten 2,5 Stunden bergab zu richtig laufen lassen. Wenn es schon bergauf geht und die Steigung nicht mein Freund ist so will ich zumindest bergab das ich Liebe so richtig ausleben zumindest die Anfangszeit bis 15 Uhr für mehr fehlt mir die Ausdauer.

Die Aufzeichnung von Garmin zeigte für die Gefällstrecke der ersten drei Stunde eine Herzfrequenz von 201bpm an eine Schrittfrequenz von 239spm bei einer Schrittlänge von 1,85m. Da war ich länger im Flug als ich groß bin, aber ob die Aufzeichnungen stimmen oder nicht auf alle Fälle war es schön den Berg hinab zu stürmen. Für 5 Runden für 5 Flüge nach unten hat es bis 15 Uhr gereicht für viel länger hätte ich es nicht machen wollen und dann war 45 Minuten Pause angesagt also der Vortrag.

Der Vortrag riss mich nicht vom Hocker war für mich irgendwie enttäuschend. Survival war für mich vorgesehen da ich nächstes Jahr in erster Linie nur noch die Meisterschaftsläufe laufen will und dann nur noch wenige Wettkämpfe. Meine meisten Läufe werden Navi-Läufe sein einfach zu laufen das Navi sagt mir die Wege an. Geplannt sind mal der Westweg 285km, Schluchtensteig mit Rheinhöhenweg 200km, Zillertal 80km, E5 bis Meran 175km, Bodensee 280km einfach laufen solange es geht und dann maschieren. Übernachtung gibt es dabei keine, nur kleine Schlafpausen sei es in der Hängematte oder in Hütten. Deshalb war dieser Vortrag für mich über Feuer machen und Wasser reinigen fehl am Platz.

Der nächste Vortrag ist um 19Uhr angesetzt auch dieser war nicht mein Fall. Anschließend weiter bis 22Uhr dann war mein Akku verbraucht, ich wollte nicht mehr. Das Laufen mit der Stirnlampe auf dieser Runde setzte mich mehr zu als ich glauben wollte. Also rein in mein Auto und schlafen mit der Vorgabe von ca. 2Std. schlafen.

Nach 2 Std wurde ich wach, jetzt aufstehen und laufen, nein ich will nicht mehr nicht jetzt vielleicht in 1 Std.. So kam es dann auch um 1Uhr entschloss ich mich den Lauf wieder auf zu nehmen und bis 7Uhr zum nächsten Vortrag über Abenteuer weiterzulaufen. Die Runden wurden immer einsamer die meisten Läufer haben sich jetzt der Nachtruhe verschrieben.

Endlich 7Uhr Vortragszeit, der nicht zustande kam. Zwei Redner die den Mund nicht aufbekamen, weiß nicht schlafen sie noch auf alle Fälle bekamen sie ihre Geräte nicht zum Laufen. Ich entschloss mich zu gehen um ein Frühstück einzunehmen. Auch Ralf und der Dirk waren anwesend beim Frühstücken und der Dirk war niedergeschlagen wegen seinen Blasen. Wir redeten kurz wie es weiter geht, Dirk wollte noch kurz laufen und dann aufgeben. Das war auch verständlich mit Blasen zu laufen kann keine Freude sein. Ich begab mich auch wieder auf die Piste aber die Luft war irgendwie draußen, es wollte sich keine so richtige Lauflust mehr einstellen. Beschloss auch alsbald noch bis 10 Uhr zu laufen und dann zu beenden da ich um 17Uhr noch einen Termin hatte. Als ich mich um 10 Uhr zu den Duschen begab War ich erstaunt das Dirk doch noch laufend unterwegs war. Mir reichten meine 90km der 1.Pl. in der Ak. Hatte ich schon lange da die restlichen 2 Altersklassen-Läufer schon bei 40km aufgaben. Die Veranstaltung war soweit in Ordnung nur würde ich in Zukunft keine Vorträge mehr im vor raus buchen.

 

Hubut 20.08.2017

 

Hubut 2017

Oder wie er offiziell heißt der Hunsbuckeltrail

Eine Woche nach dem APM war jetzt der Hubut an der Reihe. Anreise wieder ein Tag vorher also Samstag. Hier war ein Waldfest mit Tanzveranstaltungsvorführung imProgramm. Abends ab 21 Uhr mit Diskomusik de aber ein schlafen in ausreichende Entfernung durchwegs möglich machte.

Am Sonntag um 7Uhr war der Start für die 63 km des Hubuts angesagt. Ein kurzes Briefing ging dem Voraus. Die Trails waren üblich wie all die anderen Trails im Saar Hunsrück-Bereichs immer schön hoch und runter auf schönen zum Teil schmalen Single Trails. Der Höhepunkt war die Hängebrücke Gayerway als längste Hängebrücke Deutschland ausgewiesen. Die Wege waren bis auf wenige Matschstellen gut zu laufen. Habe mich zu Beginn stark zurückgehalten.  Wollte mich wie im Allgäu am Anfang zurückhalten und zum Ende hin noch genügend Luft zu haben. Es funktionierte auch ganz gut, konnte zum Ende hin noch Altersklasse Läufer überholen. Natürlich setzt man sich dann unter Druck, nur nicht nachlassen ansonsten kommen sie wieder und holen mich ein. Nach 9:25 und 1.Pl.Ak.  war mein Hubut der zum 1.mal ausgetragen beendet. Die Ausschilderung und die ganze Organisation waren bestens in Ordnung.

Allgäuer Panoramalauf 69km 13.08.2017

Allgäuer Panorama Lauf 69km

Am Freitagabend Anreise, Abholung der Startunterlagen. Anschließend der Gang zu der Henkersmahlzeit, der Pasta Partie. Schnell ist der Abend vorbei nach Gesprächen mit bekannten Läufer.

 

Der frühe Samstagmorgen verhältnismäßig warm und läßt einen schönen Tag erwarten. Um 6Uhr erfolgte der lautlose Start. Hier wieder ein üblicher Ultralaufstart ohne hektik nicht wie beim Eiger wo so richtig losgestürmt wurde. Es ging hinaus von Sonthofen wo es dann stetig nach oben ging. Die Wege winden sich nach oben und ließen dabei schöne Blicke über das Alpenpanorama zu.

 

Die Trails ließen sich gut laufen anders als Zugspitze oder Eiger wo spitze Steine die Trails charakterisierten. Es war schön zu laufen traf auch viele Läufer die zu Gesprächen bereit waren. Bei ca. Km25 im Gefälle machte sich ein Krampf im Unterschenkel bemerkbar. Habe ich zu wenig getrunken oder waren die vierzehn Tage Pause nach dem Eigertrail der ausschlag gebende Faktor für diesen Krampf? Auf alle Fälle trank ich beim nächsten VP-Punkt ein Glas Wasser mit einem Päckchen Backpulver darin und der Krampf zeigte sich an diesem Tag nicht mehr.

Mittags um 13 Uhr waren die 50km abgelaufen von jetzt ab kommen die restlichen 20km auf den Sonnenkopf hoch und dann hinunter ins Ziel ins Visier. Diese sollten die schlimmsten Kilometer des Laufes sein und es war auch so. Der Weg hoch zum Sonnenkopf zog sich dahin und trotzte dem Körper etliches ab. Wie war man erleichtert endlich oben zu sein. Noch kurz zwei Fotos, dazu mußte es reichen bevor es wieder runter ging. Es ließ sich gut hinunter laufen aber trotzdem es zog sich dahin. Nach 8:25:XX konnte ich doch den Lauf mit dem 1.Pl. Ak.  Erreichen. Im Rückblick es war ein schöner Lauf körperlich gesehen konnte ich ihn ohne Einbruch schön durchlaufen.

Nachwehen waren der Muskelkater der sich 3 Tage dahinzog. Seit langer langer Zeit wieder ein Muskelkater, waren die 14 Tage Pause nicht der Renner.

 

Eigerlauf E101

Eigerlauf mein persönlicher Höhepunkt in 2017

Die Entscheidung für diesen Eigerlauf kam relativ spät, besser gesagt es war Gerlinde, eine grandiose Läuferin aus der Ulmer Gegend, die mir diesen Lauf schmackhaft machte. Zwei Tage war ich mit ihr beim SH-Supertrail  unterwegs, bei dem sie mir von ihrem geplanten Eigerlauf erzählte. Sie meinte dazu „wenn nicht jetzt wann dann?“. Somit erwachte auch in mir dieser Gedanke in Verbindung mit dem Eiger-Trail, „wenn nicht jetzt wann dann?“. Ich bin in kürze 67 und so viel Wettkämpfe wie dieses Jahr bin ich noch nicht gelaufen. Zuerst sah es nicht danach aus, dass ich 2017 noch den Eiger laufen könnte, da dieser sofort am Tag der ersten Ausschreibung ausverkauft war. Das Glück war aber auf meiner Seite, denn über Facebook wurde der Eigerlauf von einem Schweitzer angeboten. Ich sagte sofort zu, diesen Lauf zu übernehmen.

Der Gedanke an den Eigerlauf mit seinen 101km ging ja noch, aber die 6700 Höhenmeter ließen den Gedanken erschauern. Nach dem Zugspitztrail mit 80km und 4000 Höhenmeter ließ die Erwartung doch steigen. Die Abneigungen gegenüber Höhenmeter legten sich langsam und auf irgendeine Art und Weise habe ich mich damit abgefunden. Das Gebirge war gar nicht so schlimm.

Freitag vor dem Eiger-Lauf, Christin aus dem Saarland die ich beim Keufelskopflauf kennenlernte, trifft um 10Uhr 30 bei mir zu Hause ein, damit wir gemeinsam die Fahrt nach Grindelwald zum Austragungsort des Eigerlaufes unternehmen können.

Grindelwald, typisches Bergdorf belebt von zusätzlichen 2600 Berg-Trail-Läufern. Der Mittelpunkt war für das Wochenende vom 15.-16.Juli die Läufe um den Eiger. Angeboten waren 16 km die Christin absolvierte, dann noch die 35km und die 51km und als Höhepunkt meine 101km an denen ca. 600 Trailläufer teilnehmen.

Samstagmorgen, gut geschlafen auf der Matratze im Dacia Logan war um 3Uhr 30 der Schlaf beendet. Das Wetter bestens,  ideal für den Start um 4Uhr 30. Pünktlich erschallt der Startschuss und die Läufermeute stürmte los, ich hatte mich sehr weit vorne eingeordnet, da relativ früh eine stark verengte Stelle kommt. Aber mit diesem losstürmen am Anfang eines Traillaufes mit 101km hatte ich nicht gerechnet. Für mich galt es bis zur Engstelle mit zu los zu stürmen, um dann normal den Trail zu laufen. Das Zeitlimit war mit 26 Stunden angegeben, mein eigenes Ziel wären 24-25 Stunden.

Die Temperaturen waren angenehm für den Lauf. Der Berg „Große Scheidegg“, mit  seinen 1959 Höhenmetern, waren zu überwinden, um dann wieder auf 1561m zum Bort abzusteigen. Dann wieder hoch zum First 2173Hm wobei man von weißen Ziegen begleitet wurde. Diese Ziegen konnte man zu Intervall Läufen animieren und sie zogen immer mehr mit den Läufern nach oben. Ab ging es kurz nach Feld 2130Hm bevor es hoch ging zum Faulhorn mit seinen 2681HM.

Die auf dem Faulhorn anwesende Versorgungsstelle war überlaufen, denn die meisten wollten ihre Getränke auffüllen, deshalb habe ich mich entschlossen daran vorbei zu laufen. Nachträglich würde ich das als großen Irrsinn bezeichnen, gab es doch an dieser Verpflegungsstelle zum ersten Mal bei diesem Lauf Cola zu Trinken.

 

Der Lauf hinüber zur Schynige Platte 1985Hm und hinunter zur Burglauenen war für mich katastrophal, ich war fertig. Die Gegend der Ausblick war überwältigend aber der Kopf wollte nicht mehr so recht. Die Steine, ich konnte nicht mehr laufen und hatte Angst vor Stürzen. Ich ging nur noch, auch wenn es bergab ging.

Vor Burglauenen fing ich an zu rechnen, Zeitlimit für Burglauenen  war bei mir im Kopf bei 17Uhr 15. Und wenn ich um ca.  17Uhr in Burglauen sein werde und dort esse, dann ist es  17Uhr 10. Somit wäre der ganze bisherige Zeitpuffer verschwunden und müsste bei  Wengen wegen Überschreitung des Zeitlimits aufgeben. Für mich war es da klar ich steige in Burglauenen  aus, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, aus Ende.

 

Um 16Uhr 45 in Burglauen angekommen, an der VP sofort zwei Becher Cola getrunken und Spagetti  bestellt. Auf deren Frage wie viel ich denn möchte, antwortete ich mit „ voll machen ich höre jetzt auf“. Dann hinein ins Zelt zum Essen, meine Uhr auf beendet gestellt, die ohnehin schon Accu schwach gesendet hatte. Während des Essens habe ich das Handy hervor geholt, um zu schauen, ob denn die Gerlinde auch hier ist? Gesehen hatte ich sie bisher nirgends. Das Handy sagte mir aber laut Tracker ist sie ca. 10km vor mir, in Wengen. Und nachgefragt wie steht es denn mit dem Zeitlimit aus in Burglauenen? Und dort wurde mir dies mit 18 Uhr bestätigt.

Nein, das kann ich nicht machen. Gerlinde ist 10km vor mir, ich habe noch eine Stunde Zeit auf den Puffer. Das Aufgeben war vom Tisch. Somit schnell den Rucksack wieder vollgestopft und wieder weiter. Plötzlich war alles anders. Es lief wieder. Der tote Punkt ist überschritten. Es machte wieder richtig Spaß zu laufen. Hoch nach Wengen, weiter zur Männlichen und zum Eigergletscher. Ich konnte wieder laufen und ließ beim bergab Laufen viele Mitläufer hinter mir. Es war ein Gedicht für mich, ich war wieder in meinem Element.

Albiglen, Marmorbruch nochmals hoch und dann runter nach Grindelwald zum Ziel. Zieleinlauf in Grindelwald nach 24 Stunden und 11 Minuten. Ich war glücklich, dass Ziel doch noch erreicht zu haben. Einen herzlichsten Dank an alle Mitwirkenden und Helfern die 26 Stunden an den Verpflegungsstellen und auf der  Strecke stehen für Ihren immer freundlichen Einsatz. Danke nochmals.

Nach dem Zieleinlauf kurz ins Zelt um noch ein paar Bissen essen und dann ab zum Auto um noch kurz im Auto zu schlafen, bevor es richtig hell wird. Nach 1,5 Stunden endete die Schlafrunde, raus aus dem Auto und wieder zum Veranstaltungsplatz zum Duschen. Anschließend noch in ein Hotel für einen Kaffee und Kuchen, den muss es natürlich geben nach so einem Lauf. Die Siegerehrung will ich auf alle Fälle abwarten, obwohl ich auf keine Plätze zu finden bin, da hier nur die Seniors  in 3 Gruppen bewertet werden und nicht die Altersklassen, denn dann wäre ich auf Platz 1. Aber Gerlinde ist auf dem ersten Platz in Ihrer Klasse, was auch zu erwarten war und die wollte ich noch kurz treffen, was mir auch gelang. So war sie doch mit ihren beiden Lauffreundinnen anwesend. Anschließend Christin von ihrem Hotel abgeholt die auch überwältigt war von ihrem Lauf und so konnten wir alle mit einem glücklichem Gefühl die Heimreise antreten.

24 Std.-Lauf Irdning

Immer zum ersten Juliwochenende findet der 24 Stunden-Lauf in Irdning in Österreich statt. Dieser sollte zu den größten Läufen in Europa zählen.

2016 war ich zum ersten Mal in Irdning und hatte den Lauf in guter Erinnerung.

2017 war ich fasziniert von dieser Veranstaltung, dazu noch später.

Der Veranstaltungsort wie so üblich bei 24 Stundenlauf ein Rundkurs in 8ter Form darin und außen herum vollgestellt mit Zelten und x-Dixi Klös da muss sich keiner anstellen diese sind überall verteilt. Alle Zelte haben Zugang zum Stromanschluss. Am Verpflegungstand gibt es warmes und kaltes Essen. Mein Essen war der Kaiserschmarren und Spaghetti mit Tomatensoße. Das Treiben auf der Strecke das Angefeuert werden war riesig. Um 22 Uhr fing es an zu regnen, irgendwann wurde es ungemütlich so gegen 2 Uhr legte ich mich mal in mein Auto und schlief mal eine halbe Stunde. Daraufhin drehte ich wieder meine Runden bis 7Uhr morgens. Da kroch mir die Kälte in den Körper so dass ich mich entschloss nochmals eine halbe Stunde hinzulegen. Aus der halben Stunde wurden es 2,5 Stunden bis ich wieder erwachte und weiterlief. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Bin gegenüber dem Vorjahr beinahe gänzlich alles gelaufen ohne Gehphasen einzulegen. Um ca. 16Uhr30 habe ich meine Vorjahres Leistung von 143km erreicht und wollte von da ab nur mehr bis zum Ende um 19Uhr gehen. So war der Gedanke den um 17Uhr war es als wäre ein Erdbeben das alles erzittern lässt. Die Zuschauer, die Staffelläufer alle an der Strecke sie tobten was das Zeug hergab. So etwas hatte ich noch nie