Schluchtensteig Mai 2020


Schluchtensteig Mai 2020

Zum dritten Mal steht der Schluchtensteig auf meinem Programm. Ging es bisher immer von Stühlingen bis Wehr in einer Laufwanderung die 125 Km ohne zu nächtigen durch. Eigentlich wollte ich immer von Stühlingen bis Stühlingen durch laufen aber immer kam es anders. Beim ersten Mal fand ich in Wehr den Hochrhein-Höhenweg nicht, beim Zweiten Mal war oben auf der Höhe der Sturm so stark dass ich gerne umdrehte.

Diesmal plante ich den Weg anders, wollte von der Schattenmühle in der Wutach beginnen und in einem durch laufen mit Ziel wieder die Schattenmühle wo mein Auto steht. Der Grund war in der Nacht ist alles schön dunkel und ich will auch diesen Nacht-Abschnitt mal bei Tageslicht sehen.

Freitag den 8.5.2020 um 8Uhr 40 lief ich an der Schattenmühle los. Es war noch kühl aber der Himmel ließ schon einen herrlichen Tag erwarten. Es ist immer wieder schön in der Wutachschlucht zu laufen besonders an solchen Tagen und Stunden wo nichts los ist. Man hört nur das Wasser rauschen und die Vögeln zwitschern ansonsten nichts. Kein Mensch war unterwegs an Sonntagen dann ist zum Teil die Hölle los. Kurzer Abstecher zum Räuberschlößle für ein paar Fotos und weiter bis zur Abzweigung der Haslachschlucht. Hier gab es dann eine gut Ausgeschilderte Umleitung wegen Forstarbeiten. War Schade da ich immer gerne der Haslachschlucht entlang und dann hoch Richtung Lenzkirch laufe.

Zum ersten Mal das ich bei Tageslicht durch Lenzkirch laufe sonst begann hier immer die Dunkelheit. Nach Lenzkirch oben an der Anhöhe ein schöner Rastplatz sogar mit einer Bücherkiste für die hier ein wenig schmökern wollen, ich will weiter. Es geht bergwärts mal schwächer mal auch heftiger bis es dann runter ging nach Fischbach und weiter auf dem Jägersteig dem Schluchsee entgegen. Auf dem Jägersteig war reger Betrieb auf dem waren viele Wanderer unterwegs.

Bei Aha trieft man auf den Schluchsee auch hier viele Wanderer und Radfahrer. Laufe vor bis zum Unterkrummenhof  und verlasse dann wieder den Schluchsee und laufe den Weg, nein wandere den Weg hoch. Bergwärts laufe ich kaum da wird immer rechtzeitig gewandert warum unnötig Energien verbrauchen. Es geht durchs Muchenland und weiter zur Windbergschlucht nach St.Blasien. Bisher war es immer Dunkel wenn ich durch St.Blasien lief heute mal bei Tageslicht. Weil mir schon viele erzählt hatten wie schön die Stiftskirche sei musste ich diesmal hinein. Also schnell mal ein Tshort angezogen denn mit freien Oberkörper wie ich immer unterwegs bin geht man in keine Kirche.

Es stimmt es ist nicht mit anderen Kirchen zu vergleichen sie ist ganz hell gestaltet musste auf alle Fälle gleich ein paar Fotos machen. Anschließend noch kurz zum Lidl um noch ein wenig Stärkung auffüllen und weiter gleich wieder den nächsten Berg hoch zum Lehenkopfturm weiter zum Klosterweiher. Dann auf dem Ibacher Panoramaweg zum Ibacher Friedenkreuz weiter Richtung Todtmoos. Irgendwo ab hier wird es mir bekannter das habe ich schon bei Tageslicht gesehen dafür wird es jetzt hier der Tag demnächst abnehmen. Es wird finster, zum ersten Mal im Dunkeln in die Hohwehraschlucht hinab nach Todtmoos. Von Todtmoos zur Wehraschlucht und hier tat ich mir schwer mit der Erinnerung sie passte irgendwie nicht mit der Realität zusammen. So um drei Uhr morgens lief ich durch Wehr und musste mein Handy umstellen auf den Hochrhein-Höhenweg.

Und wieder es geht bergauf es zieht sich bis man oben ankommt. Es ist immer wieder ein Abwechseln zwischen hoch und runter. Als die Solfelsen im Dunkeln im Wald auftauchten, die Steine die wie runde riesige Kieselsteine übereinander liegen, faszinierend. Inzwischen haben auch die Vögeln ihr Konzert aufgenommen und man bemerkt der Tag macht sich langsam bemerkbar. Alsbald konnte man oben auf der Höhe die Alpen in der Ferne sehen.

Dann kam die nächste positive Überraschung die Burgruine Wieladingen. So eine gepflegte Burgruine findet man selten. Bin den Turm hochgestiegen um über dem Wald die Umgebung zu sehen aber meist nur Wald. Aber der ganze Bereich sauber und gepflegt. Anschließend geht es über einen kleinen Wasserfall wieder hinunter.

Mein Rucksack machte mir schön langsam Schwierigkeiten die 9kg drückten immer mehr auf die Schultern. Beim gehen geht es aber beim Laufen merkt man es gewaltig. Kurz vor Albbruck legte ich mich für eine halbe Stunde ins Gras um kurz zu schlafen für die nächste Nacht. Im nachhinein war das Falsch der Rucksack drückte noch mehr.

In Albbruck begann mein Leidensweg konnte kaum noch laufen bin fast nur noch am Gehen. Ausgerechnet jetzt war es vorbei mit einer schönen Strecke, beinahe alles flach in der Nähe von der Hauptstrasse. Der Autoverkehr fürchterlich und dass Handy, Komoot ließ sich nicht umplanen. Also weiter nach Waldshut, Tiengen bis Lauchringen und dann hoch Richtung Stühlingen. Die Strecke dieses Flache und ich konnte nicht mehr laufen mit dem Rucksack. Es waren viele Radfahrer und Läufer unterwegs und ich kam nicht vom Fleck.

Kurz vor Wutöschingen zog ich die Reißleine. Noch 50km nur wandern das wollte ich nicht mehr. Das normale Gehen war kein Problem sobald ich laufe spielt die Schulter verrückt. Ich rief meinen Sohn an, bin zum Abholen bereit bei nur 155km und 4000hm.

 


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