Pfingstwanderung 2021 oder eine Wanderung des Vergessen.

Pfingstwanderung 2021 oder eine Wanderung des Vergessen.

Für meine Pfingstwanderung habe ich eine abgespeckte 2 Tälersteig-Route in Komoot geplant. Da die Teichschlucht auf dem 2 Tälersteig gesperrt ist habe ich den Jägerweg von Kandel nach Simonswald vorgesehen. Am Samstag gegen 10 Uhr habe ich die Abzweigung in der Nähe vom Kandel mit dem Auto erreicht.

Hier holte mich das Vergessen ein. Meine Bauchtasche mit dem Inhalt des Handys, des Navi und ein wenig Marschverpflegung blieb zu Hause auf dem Schreibtisch liegen.

Vergessen 2: Auch die Regenjacke blieb zu Hause. Hatte noch eine im Auto liegen die für Notfälle immer im Auto liegt die ich dann noch in den Rucksack packte.

Im ersten Moment wollte ich umkehren, um nach Hause zu fahren habe gleich mal davon Abstand genommen. Zwei Stunden Fahrt hin und zurück das muss nicht sein werde den Weg auch so finden. Was noch dazu kommt kein Handy deshalb auch keine Fotos.

So machte ich mich auf den Weg. Die Abzweigung vom Zweitälersteig auf den Jägerweg war schnell gefunden und auf einem schönen Steig ging es ca. 4km abwärts nach Simonswald. Hier ging ich zu einer Bäckerei holte mir einen Kaffee ein paar Laugenbröttle und bettelte zusätzlich um ein Telefon um nach Hause zu Telefonieren. Leider hatte ich niemand erreicht.

Auf Geht’s der Weg ruft und so ging es wieder weiter hoch zum Hörnleberg. Die Temperaturen stiegen es wurde immer wärmer so dass ich die kurze Hose vorzog und nur ein T-Shirt. Vom Hörnleberg ging es weiter zum Braunhörnle mit immer wieder schönen Ausblicken in die Ferne aber leider keine Bilder davon. Im Laufe der Zeit machte sich der Rucksack immer mehr bemerkbar über 11 Kilo wog er, so schwer war er noch gar nie. Aber durch das vor haben in der Opa Klausi Hütte zu übernachten und dafür der Schlafsack und die Matte, machen sich bemerkbar. Gegen 23 Uhr es regnete inzwischen ganz schön erreichte ich die Hütte. Zwei Wanderer waren dabei schon in der Hütte und waren schon beim Eindösen. Hatte mich unterm Tisch dazu gesellt. Weiter Laufen zur nächsten Hütte hätte 3 Stunden gedauert. Um 6 Uhr morgens es regnete noch heftig machte ich mich wieder auf den Weg. Eine Mütze wäre da nicht schlecht gewesen aber leider auch vergessen mit samt den Handschuhen (Vergessen4).

Ca. 9 Uhr inzwischen hat es aufgehört zu regnen war dabei den Regenumhang zu verstauen schloss ein Ehepaar er war gleich alt wie ich auf. Da sie auch starke Wanderer und Läufer waren zogen wir gemeinsam weiter. Es war schön mit denen zu Laufen es gab genügend Gesprächsstoff, wenn man dasselbe Hobby hat. Bis zum Wanderheim Kreuzmoos wanderten wir zügig gemeinsam unseren Weg und kehrten im Wanderheim ein. Es ist wieder herrlich, wenn man beim Wandern einkehren und  einen Kaffee und Kuchen zu sich nehmen kann. Lange mussten wir wegen Corona darauf verzichten.

Kurz nach der Kaffeepause trennten sich wieder unsere Wege und ich lief wieder allein meine Route weiter. Irgendwie wurden die Kilometer immer länger und der Rucksack wurde immer schwerer. Inzwischen mussten Bekleidungsstücke wieder herhalten die Rucksackriemen zu Polstern. Um 18 Uhr hatte ich endlich Waldkirch erreicht es hat sich hingezogen konnte absolut auch bergab nicht mehr laufen es blieb beim Wandern und somit die späte Zeit.

Ab Waldkirch den Kandel hoch das schlauchte gewaltig der Kandel wurde immer höher und steiler. War ich froh als ich vor der Thomashütte stand und der größte Teil hinter mir lag. Den Rest schaffte ich auch noch und die voraus Sicht das es gleich mal wieder runter geht ist einfach herrlich.

Endlich am Auto den Knopf von der Zentralverriegelung gedrückt und es rührt sich nichts. Nur der Kopf schaltete schnell das war das nächste Vergessen. Hatte am Vortag vergessen (4) das Licht auszuschalten und jetzt ist die Batterie leer, radebuz leer. Ich ließ das Auto den Berg hinunter rollen nach ca. 2km wusste ich der springt so nicht mehr an da könnte ich 10km hinab rollen lassen da kommt nichts mehr. Ich brauche eine Hilfe habe aber kein Telefon, das liegt zu Hause. Dann ein Haus ich bleibe auf der Straße stehen würde ich auf den Hof hinein fahren käme ich vielleicht nicht mehr heraus. Hier hatte ich Glück die Hausbewohnerin hatte Überbrückungskabeln und stellte mir ihr Auto zum Überbrücken zur Verfügung. Das Auto sprang sofort an und ich konnte endlich die Heimreise antreten. Aber irgendwie war es mir komisch die letzte halbe Stunde die Kurzatmigkeit und das schwammige Gefühl beim Fahren. Kam das jetzt von der 2.Impfung vor 3 Tagen dazu jetzt den Kandel hoch war das zu viel? Ist der Körper jetzt zu sauer? Auf alle Fälle blieb ich bei nächster Gelegenheit stehen und nahm einen großen Schluck von meinen Backpulvergemisch aus meinem Rucksack zu mir. Darauf hin war wieder alles in Ordnung. Um 22 Uhr war ich endlich zu Hause meine Frau war gerade mit der Polizei am Telefonieren und sagte die Suche nach mir ab da ich inzwischen nach Hause kam.

Verlängerung des Schluchtensteiges

Die Verlängerung

An eine Verlängerung des Schluchtensteiges wieder zurück nach Stühlingen suche ich schon länger. Die Strecke dürfte ich gefunden haben die schön und auch anspruchsvoll ist zumindest jetzt noch. Es gibt ein paar Stellen zumindest jetzt noch die erfordern Zeit und Navigierungsarbeiten. Es gibt zumindest zurzeit einen sehr großen Abschnitt mit Abholzungen. Es wird abgeholt auf Teufel komm raus mit schweren Maschinen wird der Boden umgewälzt die Markierungen verschwinden zum Teil gänzlich. Es geht auch über alte Wiesenwege die man zum Teil schwer erkennt. Lt. Komoot wären es 62km ich hatte wieder 83km erreicht zum Teil mit suchen, um schlimme Abschnitte zu umgehen oder verlaufen. Höhenmeter sind es um die 2800m die sind schon richtig man sollte es schon spüren das man was gemacht hat.

Also am Samstagmorgen fuhr ich mit dem Bus von Stühlingen nach Wehr zum Ausgangspunkt der Rücktour am Ende des Schluchtensteiges. Der Einstieg ist gleich einmal deftig von Wehr gleich einmal 4km richtig nach oben. Ist man mal oben dann wechselt ist immer, wie wir es gewohnt sind mit hoch und runter durchaus auch mal heftiger. Die Aussicht ist zum Teil hervorragend. Zumindest war es heute am Samstag am Anfang noch bevor sich die Wolken sich verdunkelten und das Wasser von oben runterkam. Bis auf 2 Stunden nachts, lief mehr oder weniger das Wasser von oben herab. Gegen Abend wurde es verdammt kalt ich hatte noch immer die kurze Hose an sollte auch oben herum wärmeres anziehen aber wo? Es regnete am laufenden Band, wenn ich irgendwo die Kleidung wechseln sollte, ist sofort alles richtig nass. Ich fror richtig gehend und habe warme Kleidung dabei und finde keine Stelle, um sie zu wechseln. Ich weiß nur das Eine irgendwann muss eine Kapelle kommen spätestens dort wechsel ich die Kleidung. Kurz davor kam jedoch eine Hütte sie war abgesperrt hatte aber ein Vordach, um trocken die Kleidung wechseln zu können. War das Angenehm die warme Kleidung, auch die Stirnlampe wird gleich auf den Kopf gesetzt, denn die Dunkelheit ist auch nicht mehr weit entfernt. Auf alle Fälle war das Wandern wieder angenehmer, wenn man nicht mehr friert.

In der Albschlucht gab es eine einzige Person, die wanderte, gesehen habe in den 20 Stunden ansonsten keine Menschenseele alles schien ausgestorben. Ja nachts noch ein Jäger, der mich im Auto abgewartet hat, hat mich aber nicht angesprochen und ich hatte auch keine Lust auf einen Disput bin einfach vorbeigelaufen. Dann der Witzau-Stausee kurz davor der Heckenbachgraben. Eine Schlucht eigentlich nicht gefährlich, aber schwierig zu durchwandern. Bäume zuhauf quer über die Schlucht man ist im Wasserbeet muss achtgeben das die Füße trocken bleiben und muss oben oder unter die Bäumen durch. Für die Finsternis sah ich das als kleines Problem an und wollte dann rechts daran vorbei. Es war gut gedacht aber nicht die Ausführung, habe mich dabei total verfranzt. Dieser Weg war dann komplett verwachsen liegende Bäume versperrten immer wieder das Vorankommen und später die Einsicht der Stausee entfernt sich. Also umkehren und zurück irgendwo muss es noch einen Abstieg geben aber wo? Lief dann an einem Haus vorbei es war um die 24 Uhr hell beleuchtet mit viel Lärm und Menschen. Einer lief mir nach und rief ich sollte stehen bleiben und umkehren, wozu ich keine Lust hatte. Ich blieb stehen und ließ ihn nachkommen. Er fragte mich, wo ich hinwill, und er zeigte mir dann eine Abkürzung, die auch nicht im Navi vermerkt war und somit habe ich den Stausee dann doch noch schnell erreicht. Somit war eine Schlüsselstelle abgehackt, aber eine wird noch kommen, aber dann ist schon wieder Tag. Am linken Ufer vom Stausee entlang dann den Alpinen-Steig hoch und oben entlang. Dabei war ich dann überrascht. Von jetzt ab war es Neuland für mich, aber es kamen so schöne Single Trails mit dem hatte ich nicht gerechnet. Auch hier verlief ich mich mehrmals da das Handy durch den Regen mit der Navi-App manchmal aussetzte. Aber ich bin durch gekommen zwar habe ich die doppelte Zeit gebraucht als gedacht aber was solls.Verlängerung

Albsteig 2021

Albsteig 2021von Albbruck auf den Feldberg und zurück nach Albbruck.

Letzten Samstag war es wieder soweit die Albsteig-Tour zu wieder holen. Um ca. 10Uhr ging es am Parkplatz der Friedhofstrasse in Albbruck los. Am Anfang kurz auf Asphalt unterwegs, bevor es hinein ging in den Wald. Das Wetter noch ein wenig frisch aber ansonsten schönes Wetter auch mit Wärme zu erwarten. Nach ca. 4km in Schachen der öffentliche Trinkbrunnen. Viel zu früh da der Vorrat an Trinken noch voll ist, später wäre es angenehm, aber das bleibt mehr oder weniger ein Wunschtraum.

Immer in der Nähe der Alb ging es meist auf schönen Singltrails entlang Richtung St. Blasien. Mal oben und mal unten tief in der Schlucht besonders schön in der Nähe von Görwihl. Starkes Rauschen des Wassers lässt die Enge der Schlucht in diesem Bereich erahnen und fasziniert immer wieder aufs Neue. Erst nach der Einmündung des Höllbaches entfernt man sich wieder ein wenig von der Alb. Aber ihr bleibt man noch treu bis kurz vorm Feldberg. Ich bin wieder mit den Stöcken unterwegs da etliche Höhenmeter insgesamt zu erwarten sind. Auf weiter Tour meist allein unterwegs nur selten trifft man auf weitere Wanderer.

Kurz nach der Teufelsküche, wo der Teufel seine Alb zum Brodeln bringt, wechselt man die Flussseite für eine Zeit. Ab der Niedermühle kommt man wieder auf die ursprüngliche Seite zurück und es geht wieder aufwärts zum Dachsberg. Über Ibach geht es schön langsam wieder zurück in die Nähe der Alb. Auf mehreren Abschnitten kann ich mich erinnern dass ich dort schon einmal war und mehrere Abschnitte kann ich mich gar nicht erinnern. Endlich den Albstausee erreicht bin nicht so großartig unterwegs weiß nicht wo ich Zeit verloren habe auf alle Fälle komme ich nicht so voran wie 2020. Aber egal auch wenn ich jetzt auch irgendwie kraftlos hochwandere nach Höchenschwand. Kurz vor Höchenschwand der Wolfsbrunnen Zeit, um den Wasservorrat wieder einmal aufzufüllen sowie die Stirnlampe vorzubereiten und die Garmin ans Ladegerät zu hängen. In Höchenschwand auf dem Waldlehrpfad um den Ort und dann runter Richtung St. Blasien. Inzwischen ist die Finsternis eingekehrt und im Finstern geht es durch die Windbergschlucht wieder hoch. Anschließend wieder hinunter in die Nähe von St. Blasien auf den Phisolophenweg. Hierbei hatte ich eine Gruppe Jugendlicher erschreckt als ich mit meiner Stirnlampe um eine enge Kurve kam und die dort mit ausreichender flüssiger Verpflegung feierten und dachten ich wäre die Polizei mit meinem Scheinwerfer. Die Sicht nachts auf St.Blasien ist hervorragend. Tagsüber kann man hier nur anraten besucht den Dom er ist innen faszinierend.

Weiter ging es nach Menzenschwand. Den Menzenschwander Wasserfall oder der Albwasserfall wie er auch genannt wird habe ich diesmal nicht beleuchtet erlebt war zu spät dran. Auch wenn es dunkel war er ist beeindruckend. Anschließend geht es hoch, zum Feldbergpass und weiter zum Teil auf Schnee auf das Herzogenhorn. Inzwischen ist es 4Uhr morgens der Tag fängt demnächst wieder an und ich bin zeitlich voll im Verzug. Auch der Körper sendet seine Signale die Kniekehle rechts meldet sich für mich Neuland kannte ich bisher nicht. Beim Glashof wechselte ich die Navieinstellung wie vorgesehen, um nicht dieselbe Strecke komplett zurück zu laufen.

Das Laufen habe ich inzwischen komplett eingestellt wegen der Kniekehle. Am Ahornkopf und Urbergsäge vorbei ging es zum Hornbacher Moor und weiter zum Arnoldsloch. Hier traf ich wieder auf den Albsteig. Dabei lief ich wieder an dem Haus vorbei die mich zum Arbeiten einluden. Half dabei mit einem Geschirrspüler ins Haus zu tragen, weil er der Frau zu schwer war, war mal eine Abwechslung bei einer Wanderung.

Ich verließ wieder den Albsteig und wanderte runter Richtung Alb. Dann oben auf den Happendingerhaldenweg, auf den Happendingermoorweg, Gundlingsbachweg nach Wilfingen.

Inzwischen war ich geschlaucht was ist schuld? War es die Impfung vor einer Woche oder ist es der Wassermangel habe seit einiger Zeit irgendwie nichts mehr zu trinken. Obwohl überall Wasser läuft aber schwer zu ranzukommen ist, aber ich muss mich zwingen da daran zu kommen. Ich habe mich für eine halbe Stunde zum Schlafen hingelegt und dann wieder weitergelaufen. Natürlich in die falsche Richtung, bis ich es bemerkte. Also umdrehen und die ganze Strecke zurück. Endlich den Albsteig wieder erreicht und in dieser Nähe zurück Richtung Albbruck. An mehrere Wasserohre Wasser geschöpft konnte aber meinen Wasserspiegel nicht richtig auffüllen der Mund war zum Teil richtig ausgetrocknet, obwohl ich immer wieder Wasser trank. Nach 34 Stunden lief ich endlich in Albbruck mächtig geschlaucht ein. Rein ins Auto weiter zu einer Tankstelle hier Cola und etwas zum Essen geholt und weiter nach Hause. Zuhause heraus gekrochen aus dem Auto anders konnte man das Aussteigen nicht mehr nennen rein ins Haus duschen und ab ins Bett und aus. Morgens steif musste erst wieder lernen Schritte zu machen, aber man lernt es schnell wieder und man weiß es, es hat sich gelohnt man hat etwas unternommen.