Karwendellauf 2019

Will nur kurz vom vorhergehenden Wochenende berichten, und zwar war ich da beim 24Std-Lauf beim BUF in Bottrop. Die Veranstaltung mit ihrer Organisation und Betreuern waren allesamt super aber für mich war es die letzte Veranstaltung in Bottrop. Erstens fast 9 Std Anfahrt und 9 Std wieder zurück, nein ich will das nicht mehr. Zweitens mein Kompartment-Syndrom hemmt mich auf ebener Strecke gewaltig sollte dabei nur mit einem Puls von 120-130 laufen das kann ich vergessen. Mein Ergebnis in Bottrop mit 131km in 24 Std. kann ich vergessen da macht es keinen Spaß mehr. In der Richtung ist der Traillauf besser für mich und macht auch richtig spaß. Bin und war auch nie der Bergläufer, aber ich liebe bergab zu laufen. Wegen dem Syndrom habe ich dabei keine Probleme da es ein natürlicher immerwährender Wechsel des Pulses zwischen 75- 180 Puls besteht.

So aber jetzt zum Karwendellauf auf dem ich mich schon lange gefreut hatte. Es ist mein 2. Lauf nach 2016. Der Lauf startet in Scharnitz und das Ziel ist in Pertisau am Achensee 52 herrliche Kilometer. Es störte mich damals schon gewaltig man kommt ins Ziel abgekämpft und muss warten bis der Shuttlebus mal zufährt. Die ganze Fahrt nach Pertisau wobei dann einige Muskeln zwicken und kann sich nicht richtig seine Stellung finden. So war es für mich schon bei der Anmeldung klar ich laufe einfach wieder zurück zum Start.

Samstagmorgen um 6 Uhr war es am Start noch kühl aber ließ einen schönen Tag erwarten. Gleich nach 200m ging es schon mal nach oben aber nur kurz zum Heranschnuppern den vorerst geht es ca. 10km flach wellig hinein ins Tal. Kurz nach der ersten Verpflegungsstelle geht es stetig nach oben bis zum Karwendelhaus auf 1780m und anschließend wieder hinunter auf den kleinen Ahornboden bei 1400m und diese Strecke hinunter liebe ich man kann schön 6km hinunterlaufen. Hier ist auch eine Verpflegungsstelle man kann seine Trinkwasserbehälter wieder auffüllen den anschließend geht es gleich wieder dem 2.Gipfel entgegen. Hoch zur Falkenhütte 1848m (die Hütte ist zurzeit gesperrt wegen Umbau). Die Strecke da hoch zieht sich geht gut in die Schenkel und Waden dafür geht es anschließend wieder hinunter nach Eng. Eng 35km-Stelle die Möglichkeit zum Aussteigen wem es bisher zu anstrengend war. 2016 war ich hier am Ende da war ich richtig gehend Ko. Hatte nicht mehr viel gefehlt und ich hätte damals aufgehört, aber diesmal war es in Ordnung werde wahrscheinlich auch die Zeit 8:17:12 nicht erreichen, aber das ist egal.

Auf geht’s über die Binsalm auf den 3. und letzten Gipfel zum Sonnjoch, Gramai Hochleger. Dann wieder hinunter zur Gramai Hochlegerhütte. Kurz darauf etliche Schilder mit Vorsicht Langsam

ein Weg steil nach unten. So schnell wie alles ging und ich sitzte auf dem Hosenboden, um weiter runter zu rutschen. Aber der Kiesel bremste doch zu arg sodass ich mich entschloss doch den Rest zu gehen. Der Ausrutscher kostete nur eine ganz geringfügige Abschürfung an der Handfläche. Weiter ging es dem Ziel entgegen konnte die letzten 6Km noch ein paar Läufer einholen und mit einer Zeit von 8:24:12 die Ziellinie überlaufen.

Nach dem Zieleinlauf kurz gestärkt, Wasservorrat ergänzt, das Navi umgestellt und den Weg zurück nach Scharnitz in Angriff genommen. Es ist mal schön den Läufern entgegen zu laufen. Musste viele Glückwünsche entgegennehmen und manche Kommentare kurzfristig erwidern. Auch die Menge die noch unterwegs waren hat mich überrascht aber was mich besonders gefreut hat war das Treffen mit Conny. Die letzten Marschierer waren unterhalb der Steilstrecke unterwegs die haben bestimmt nicht mehr vor 20Uhr das Ziel erreicht. Die Steilstrecke nach oben hatte es in sich das zehrt den Körper ganz schön. Inzwischen hat sich ein Donnergrollen eingestellt, kurz nach der Steilstrecke ein heftiger Donnerschlag. Für mich war es klar, wenn es geht noch bis zur Gramai Hochleger Hütte noch zu gehen und das Gewitter abwarten. Ein paar Minuten später kamen mir 4 Bergwachtmitarbeiter entgegen, sie wollten es mir kaum glauben was ich noch vorhabe. Die letzten Worte aus deren Munde waren schaue das du weiter kommst zur Hütte dann geht uns das ganze nichts mehr an anderweitig müssten sie wieder umdrehen. So machte ich mich wieder weiter auf den Weg. Es dauerte auch nicht mehr lange und habe die Gramai-Hütte erreicht.

Der Hüttenwirt saß mit seiner Frau nimm es mal so an vorne auf der Terrasse. Auf die Frage ob ich noch einen Kaiserschmarren bekomme klang die Antwort von ihr sehr zögerlich, sie wüsste nicht ob noch Glut im Ofen vorhanden ist. Sie verschwand gleich mal und kam mit der Antwort zurück er ist in der Mache. Der Himmel verdunkelte sich immer mehr. Es dauerte nicht lange und ich bekam meinen Kaiserschmarren und der war richtig richtig gut. Schön langsam wurde es auf der Terrasse kühler, die Gämsen liefen an der Bergwand gegenüber irgendwie irr hin und her. Es hieß das machen sie meist, wenn schweres Gewitter käme und dann könnte es unter Umständen Stunden dauern bis es vorbei wäre. Meine Gedanken überschlugen sich auf alle Fälle will ich hier nicht übernachten auch will ich hier nicht im Finstern den der Strom war inzwischen auch weg, übernachten. Die Hütte ist eine richtig alte urige Hütte mit eigenen Kühen und Hühnern. Für mich stand jetzt fest es ist erst 19Uhr, aber ich lege mich ins Matratzenlager und schlafe. Wenn das Gewitter vorbei ist laufe ich ein wenig ausgeruht wieder weiter. Habe meine Unkosten bezahlt und bin schlafen gegangen. Die Haustüre ist die ganze Nacht offen und ich kann dann zu jeder Zeit meinen Lauf fortsetzen.

Irgendwann so nach 3 Stunden wurde ich wach, es war kein Donnern mehr zu hören nur draußen plätscherte das Wasser vom Dach. Weiterschlafen war eine Sache, aber ich will weiter also raus aus dem Bett fertig machen zum Laufen oder besser gesagt zum Gehen es geht nach oben. Draußen, es regnete noch, aber es könnte schlimmer sein und der Wind bläst schön. Kurz nach der Hütte gabelte sich der Weg wohin geradeaus oder nach oben ich entschied mich nach oben. Nach ein paar Hundert Meter wurde ich unruhig mein Handy die Navigation spricht nicht mehr mit mir. Habe ich das Navi verärgert oder was ist. Ich fummelte das Handy aus der Tasche und musste feststellen ich bin auf dem falschen Weg. Also wieder zurück und den anderen Weg einschlagen und gab mir Gewissheit das das Navi noch funktioniert aber nicht die Sprachansage.

Die Folge war das ich öfters zur Sicherheit ob ich den richtigen Weg genommen habe das Navi aus der Tasche holen muss. Eng den Kontrollpunkt für die 35km erreicht und dann wieder hoch und anschließend wieder runter jetzt wieder zwischen den Almhütten durch so wie wir hochgelaufen sind. Irgendwann kam mir der Weg zu lange vor, kramte mein Handy hervor und das Ergebnis ich bin 2km von der Strecke entfernt. Was nun zurück nach oben habe ich keine große Lust das umstellen des Navis durch das nasswerden des Displays funktionierte auch nicht. Wenn ich diesen Weg weiterlaufe müsste ich nach Navi irgendwann wieder auf den ursprünglichen Weg stoßen nur wo und wann. Nach ein paar Kilometer oh wie schön ein Wegweiser. Der Weg nach links geht als Wanderweg zum Karwendelhütte, da will ich auch hin. Das heißt von jetzt ab nicht mehr nach Navi, sondern nach normaler Wegweisung und somit landete ich auf schönen Pfaden oben auf der Karwendelhütte. Von jetzt ab kein Problem der Weg nach Scharnitz ist ausgeschildert also ein Verlaufen kaum noch möglich. Aber der Weg ist lange und schön langsam zog die Kälte in die Kleidung das langärmlige Shirt ist nass vor schweiß im Rucksack und wird auch kaum was bringen. Also einfach so weiter um 7Uhr morgens habe ich mein Auto am Startplatz erreicht. Habe mich sofort im Auto hingelegt konnte aber nicht einschlafen so dass ich mich entschloss sofort weiter zufahren zum Plansee einen von den schönsten Seen um dort in dem Hotel Forelle zum Frühstücken. Kurz noch mit Notger gesprochen der gerade seinen Schlaf beendet hatte und rein in mein Auto und weiter zum Plansee. Gut gefrühstückt bin ich dann an Uferstraße zum Schlafen stehen geblieben und mal 3 Std geschlafen. Es war auf alle Fälle ein herrliches Wochenende mit insgesamt 126km. Nächste Woche werden ca. 107km marschiert.

 

Relive

Relive Rücklauf

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