Pfalz Trail 2018

 

Pfalz Trail 2018

Nach nur diesjährigen 7 Wettkämpfen musste am letzten Samstag der Pfalz Trail in Carlsberg herhalten. Bin schon 2016 diesen Trail gelaufen mit seinen 85km und 2400 Höhenmeter und war mir noch in Erinnerung. Dachte ich damals ich wäre der absolut letzter der durchs Ziel lief mit 12:36:XX  dem war es gar nicht so, dass es Anspruchsvoll war blieb in Erinnerung. Am Samstagsmorgen um 6 Uhr 30 war Start. Nach einer Nacht im Auto gut geschlafen konnte es nur gut losgehen. Es war noch finster als die Läuferschar sich in Bewegung brachte und die Kälte war mir ein wenig ungewohnt in diesem Jahr. Um eine Stirnlampe aufzusetzen für die erste Stunde war ich zu faul und musste daher das Licht von den Mitläufern mitbenutzen ging aber so auch in Ordnung.

Es lief am Anfang ganz gut die Gedanken schweiften zu den Gefällstrecken die ich so liebe, soll ich mich diese hinabzustürzen oder soll ich es Gemütlich angehen. Der innere Drang wurde immer stärker obwohl ich wusste ich sollte den Puls unter 120 halten wegen dem Chronischen Kompartmentsyndrom siegte dann doch der Drang. Als bei ca. Kilometer 13 die erste lange Gefällstrecke sich zeigte legte ich los es war herrlich hinunter zu stürmen. Ein Dankeschön an die Läufer und es waren alle auf diesem Streckenabschnitt die mir durch ihr beiseitetreten dies ermöglichten. Es ist mehr oder wenig ein Rausch, den man sich hingibt es gibt dabei keine Gedanken, dem man sich hingeben kann es gibt nur ein hinunter so schnell es geht. Waren 3 Kilometer, auf alle Fälle viel zu kurz und doch gibt es kaum so lange Gefällstrecken außer im Gebirge nur dort sehr häufig mit spitzen Steinen. Vorbei der erste Traum es geht wieder nach oben.  Bei dem nächsten längeren Gefälle das gleiche Spiel noch einmal. Nur waren dann auf Hälfte der Gefällstrecke zwei Läufer, die hatten mich gesehen machten aber keinen Platz um daran vorbeizukommen. Es wurmte mich will nicht so langsam runter, möchte schneller. Mein Blick ging weit voraus, wo wäre eine Möglichkeit vorbeizukommen. Jetzt musste es sein, rechts seitlich kurz hoch und vorbei. Entschuldigt ihr Zwei das ihr erschrocken seid aber anders wäre es nicht möglich gewesen an euch vorbei zu kommen.

Eigentlich bin ich es gewöhnt das man andere vorbei lasst, wenn diese aufschließen aber selten muss man doch schauen wie man eben doch vorbeikommt. Ab Kilometer 35 war es vorbei mit lustig das verdammte Syndrom meldete sich es kamen die Schmerzen in beiden Füßen bis ganz hoch. Ab jetzt hieß es langsamer werden den Puls senken bevor es mir wieder so ergeht wie beim 24 Std-Lauf in Bottrop. Es war zum Aushalten natürlich die Pace-Zeiten gingen hoch, meinen Spaß hatte ich und das Ziel werde ich auch erreichen.

Der Pfälzerwald ist relativ laut durch die Nähe zu Straßen aber die vielen Trails herrlich zu laufen auch die Organisation lasst kaum Wünsche offen.

Irgendwann kommt jeder ins Ziel, mein Ziel habe ich nach 12:24:11 erreicht. Beinahe wie vor zwei Jahren da waren es um die 12:33:xx. Es war ein schöner Lauf an einem schönen Herbsttag viele nette Läufer kennen gelernt besonders gefreut hatte ich mich als ich den Vereinskamerad Menke Markus mit Freundin am Vortag und vorm Lauf noch traf. Markus, Gratulation noch zu Deinem hervorragenden 2. Platz.