Ein Lauf durch einen Bannwald

Lauf durch den Bannwald

Am Samstag um 8Uhr30 in Stühlingen in den Bus um nach Wehr zu kommen zum Ende des Schluchtensteiges. Wollte ich doch die Fortsetzung des Schluchtensteiges nach Stühlingen der mir in August verwehrt war einmal zu laufen.

Um 11Uhr30 nachdem der Bus in Wehr ankam machte ich mich gleich auf den Weg. In Wehr selbst war alles nach Koomot super zu finden aber gleich zum Einstieg in den Wald ging es los. Der Weg war nicht mehr vorhanden ein Suchen nützte nichts er war verwachsen. Mit dem zweiten Einstieg hatte ich mehr Glück. Der Weg ging mal stetig nach oben für mich war es dann ein stetig gehen und laufen. Dann hieß es vom Navi nach links abbiegen aber wo? Nach kurzen hin und her den Abstieg gefunden. Ein Trail der schon eine Ewigkeit nicht mehr benutzt wurde und der irgendwann vollkommen mit Dornen verwachsen war das es unmöglich war weiter zu kommen. Meine Überlegung daraus war vielleicht in Zukunft bei solchen von mir gemachten Unternehmungen ein Buschmesser eine Machete mit zu nehmen. Auf alle Fälle war ich verurteilt den Rückzug anzutreten. Zurück auf dem Hauptweg bis zur nächsten Ansage links ab. Nach längeren Suchen fand ich den Trampelpfad, der den Abhang hinab führte. Ein schmaler Pfad halb verwachsen aber doch noch geh bar bestimmt seit Jahren nicht mehr benutzt eigentlich schade. Nach erreichen der Talsohle fing das Suchen von vorne los, egal in welche Richtung oder Weg ich auch wollte das Navi war mit mir nicht zufrieden. Muss dazu noch sagen es waren keinerlei Wegweiser oder der gleichen, sondern nur von Koomot vorgeschlagener Wegführung, die mich wieder nach Stühlingen nach 64 Km bringen sollte. Die Überlegung war nach einiger Zeit was bin ich eigentlich, ein Wanderer nein, ein Läufer nein, eigentlich bin ich ein Pfadfinder der uralten Pfade sucht. Erst später sah ich ein Schild, dass ich mich in einem Bannwald befinde und deshalb alles der Natur überlassen wird. Darauf hin habe ich nicht mehr auf das Navi reagiert, wenn ein Weg, der nicht zu sehen war diesen zu suchen. Auf alle Fälle war das die langsamsten 10km die ich unterwegs war, sage und schreibe 3 Stunden für 10km.

Trotz alledem es war schön, die bunten Laubbäume, der Wald, die Stille. Deshalb habe ich auch vor 14 Tagen meinen Platz fürs andere Leben in einem Friedwald unter einer Buche gesichert in der freien Natur so wie jetzt beim Laufen oder auch mal beim Gehen die Natur genießen.

Nach 5 Stunden durch den Wald erst wieder die ersten Häuser gesichtet und anschließend ging es wieder hinein in den Wald. Um 20Uhr erreichte ich St. Blasien, Halbzeit, nach ursprünglichem Plan wollte ich jetzt in Stühlingen sein. Bin bis jetzt ohne einer Stehpause unterwegs gewesen Zeit zu einer Essenspause. Eine Pizzeria war schnell gefunden Spagetti schnell vertilgt und weiter geht’s.

Ein schmaler Pfad schlängelt sich den Berg hoch und wollte wollte nicht aufhören. Allein durch finstere Nacht es ist herrlich keine Menschenseele unterwegs auch keine Tiere lassen sich sehen. Mal hört mal das Muhen von Kühen aber ansonsten Stille.

Die Stunden und Kilometer vergehen, der Schluchsee lässt sich blicken über die Staumauer und dann wieder hinein in den Wald. Immer schön bergauf und bergab insgesamt waren es ein wenig über 2000 Höhenmeter, nach mehr als 14 Stunden habe ich dann Stühlingen wo mein Auto stand erreicht. Aus 64km wurden es insgesamt 74km.

Rückblickend, es war ein schöner Lauf. Besonders der Lauf durch die Nacht bei halbem Mond super aber als Lauf als Anschluss beim Schluchtensteig zurück nach Stühlingen weniger geeignet. Das heißt nochmals aber eine andere Strecke versuchen, das ist die Aufgabe für das nächste Frühjahr.