Allgäuer Panoramalauf 69km 13.08.2017

Allgäuer Panorama Lauf 69km

Am Freitagabend Anreise, Abholung der Startunterlagen. Anschließend der Gang zu der Henkersmahlzeit, der Pasta Partie. Schnell ist der Abend vorbei nach Gesprächen mit bekannten Läufer.

 

Der frühe Samstagmorgen verhältnismäßig warm und läßt einen schönen Tag erwarten. Um 6Uhr erfolgte der lautlose Start. Hier wieder ein üblicher Ultralaufstart ohne hektik nicht wie beim Eiger wo so richtig losgestürmt wurde. Es ging hinaus von Sonthofen wo es dann stetig nach oben ging. Die Wege winden sich nach oben und ließen dabei schöne Blicke über das Alpenpanorama zu.

 

Die Trails ließen sich gut laufen anders als Zugspitze oder Eiger wo spitze Steine die Trails charakterisierten. Es war schön zu laufen traf auch viele Läufer die zu Gesprächen bereit waren. Bei ca. Km25 im Gefälle machte sich ein Krampf im Unterschenkel bemerkbar. Habe ich zu wenig getrunken oder waren die vierzehn Tage Pause nach dem Eigertrail der ausschlag gebende Faktor für diesen Krampf? Auf alle Fälle trank ich beim nächsten VP-Punkt ein Glas Wasser mit einem Päckchen Backpulver darin und der Krampf zeigte sich an diesem Tag nicht mehr.

Mittags um 13 Uhr waren die 50km abgelaufen von jetzt ab kommen die restlichen 20km auf den Sonnenkopf hoch und dann hinunter ins Ziel ins Visier. Diese sollten die schlimmsten Kilometer des Laufes sein und es war auch so. Der Weg hoch zum Sonnenkopf zog sich dahin und trotzte dem Körper etliches ab. Wie war man erleichtert endlich oben zu sein. Noch kurz zwei Fotos, dazu mußte es reichen bevor es wieder runter ging. Es ließ sich gut hinunter laufen aber trotzdem es zog sich dahin. Nach 8:25:XX konnte ich doch den Lauf mit dem 1.Pl. Ak.  Erreichen. Im Rückblick es war ein schöner Lauf körperlich gesehen konnte ich ihn ohne Einbruch schön durchlaufen.

Nachwehen waren der Muskelkater der sich 3 Tage dahinzog. Seit langer langer Zeit wieder ein Muskelkater, waren die 14 Tage Pause nicht der Renner.

 

Eigerlauf E101

Eigerlauf mein persönlicher Höhepunkt in 2017

Die Entscheidung für diesen Eigerlauf kam relativ spät, besser gesagt es war Gerlinde, eine grandiose Läuferin aus der Ulmer Gegend, die mir diesen Lauf schmackhaft machte. Zwei Tage war ich mit ihr beim SH-Supertrail  unterwegs, bei dem sie mir von ihrem geplanten Eigerlauf erzählte. Sie meinte dazu „wenn nicht jetzt wann dann?“. Somit erwachte auch in mir dieser Gedanke in Verbindung mit dem Eiger-Trail, „wenn nicht jetzt wann dann?“. Ich bin in kürze 67 und so viel Wettkämpfe wie dieses Jahr bin ich noch nicht gelaufen. Zuerst sah es nicht danach aus, dass ich 2017 noch den Eiger laufen könnte, da dieser sofort am Tag der ersten Ausschreibung ausverkauft war. Das Glück war aber auf meiner Seite, denn über Facebook wurde der Eigerlauf von einem Schweitzer angeboten. Ich sagte sofort zu, diesen Lauf zu übernehmen.

Der Gedanke an den Eigerlauf mit seinen 101km ging ja noch, aber die 6700 Höhenmeter ließen den Gedanken erschauern. Nach dem Zugspitztrail mit 80km und 4000 Höhenmeter ließ die Erwartung doch steigen. Die Abneigungen gegenüber Höhenmeter legten sich langsam und auf irgendeine Art und Weise habe ich mich damit abgefunden. Das Gebirge war gar nicht so schlimm.

Freitag vor dem Eiger-Lauf, Christin aus dem Saarland die ich beim Keufelskopflauf kennenlernte, trifft um 10Uhr 30 bei mir zu Hause ein, damit wir gemeinsam die Fahrt nach Grindelwald zum Austragungsort des Eigerlaufes unternehmen können.

Grindelwald, typisches Bergdorf belebt von zusätzlichen 2600 Berg-Trail-Läufern. Der Mittelpunkt war für das Wochenende vom 15.-16.Juli die Läufe um den Eiger. Angeboten waren 16 km die Christin absolvierte, dann noch die 35km und die 51km und als Höhepunkt meine 101km an denen ca. 600 Trailläufer teilnehmen.

Samstagmorgen, gut geschlafen auf der Matratze im Dacia Logan war um 3Uhr 30 der Schlaf beendet. Das Wetter bestens,  ideal für den Start um 4Uhr 30. Pünktlich erschallt der Startschuss und die Läufermeute stürmte los, ich hatte mich sehr weit vorne eingeordnet, da relativ früh eine stark verengte Stelle kommt. Aber mit diesem losstürmen am Anfang eines Traillaufes mit 101km hatte ich nicht gerechnet. Für mich galt es bis zur Engstelle mit zu los zu stürmen, um dann normal den Trail zu laufen. Das Zeitlimit war mit 26 Stunden angegeben, mein eigenes Ziel wären 24-25 Stunden.

Die Temperaturen waren angenehm für den Lauf. Der Berg „Große Scheidegg“, mit  seinen 1959 Höhenmetern, waren zu überwinden, um dann wieder auf 1561m zum Bort abzusteigen. Dann wieder hoch zum First 2173Hm wobei man von weißen Ziegen begleitet wurde. Diese Ziegen konnte man zu Intervall Läufen animieren und sie zogen immer mehr mit den Läufern nach oben. Ab ging es kurz nach Feld 2130Hm bevor es hoch ging zum Faulhorn mit seinen 2681HM.

Die auf dem Faulhorn anwesende Versorgungsstelle war überlaufen, denn die meisten wollten ihre Getränke auffüllen, deshalb habe ich mich entschlossen daran vorbei zu laufen. Nachträglich würde ich das als großen Irrsinn bezeichnen, gab es doch an dieser Verpflegungsstelle zum ersten Mal bei diesem Lauf Cola zu Trinken.

 

Der Lauf hinüber zur Schynige Platte 1985Hm und hinunter zur Burglauenen war für mich katastrophal, ich war fertig. Die Gegend der Ausblick war überwältigend aber der Kopf wollte nicht mehr so recht. Die Steine, ich konnte nicht mehr laufen und hatte Angst vor Stürzen. Ich ging nur noch, auch wenn es bergab ging.

Vor Burglauenen fing ich an zu rechnen, Zeitlimit für Burglauenen  war bei mir im Kopf bei 17Uhr 15. Und wenn ich um ca.  17Uhr in Burglauen sein werde und dort esse, dann ist es  17Uhr 10. Somit wäre der ganze bisherige Zeitpuffer verschwunden und müsste bei  Wengen wegen Überschreitung des Zeitlimits aufgeben. Für mich war es da klar ich steige in Burglauenen  aus, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, aus Ende.

 

Um 16Uhr 45 in Burglauen angekommen, an der VP sofort zwei Becher Cola getrunken und Spagetti  bestellt. Auf deren Frage wie viel ich denn möchte, antwortete ich mit „ voll machen ich höre jetzt auf“. Dann hinein ins Zelt zum Essen, meine Uhr auf beendet gestellt, die ohnehin schon Accu schwach gesendet hatte. Während des Essens habe ich das Handy hervor geholt, um zu schauen, ob denn die Gerlinde auch hier ist? Gesehen hatte ich sie bisher nirgends. Das Handy sagte mir aber laut Tracker ist sie ca. 10km vor mir, in Wengen. Und nachgefragt wie steht es denn mit dem Zeitlimit aus in Burglauenen? Und dort wurde mir dies mit 18 Uhr bestätigt.

Nein, das kann ich nicht machen. Gerlinde ist 10km vor mir, ich habe noch eine Stunde Zeit auf den Puffer. Das Aufgeben war vom Tisch. Somit schnell den Rucksack wieder vollgestopft und wieder weiter. Plötzlich war alles anders. Es lief wieder. Der tote Punkt ist überschritten. Es machte wieder richtig Spaß zu laufen. Hoch nach Wengen, weiter zur Männlichen und zum Eigergletscher. Ich konnte wieder laufen und ließ beim bergab Laufen viele Mitläufer hinter mir. Es war ein Gedicht für mich, ich war wieder in meinem Element.

Albiglen, Marmorbruch nochmals hoch und dann runter nach Grindelwald zum Ziel. Zieleinlauf in Grindelwald nach 24 Stunden und 11 Minuten. Ich war glücklich, dass Ziel doch noch erreicht zu haben. Einen herzlichsten Dank an alle Mitwirkenden und Helfern die 26 Stunden an den Verpflegungsstellen und auf der  Strecke stehen für Ihren immer freundlichen Einsatz. Danke nochmals.

Nach dem Zieleinlauf kurz ins Zelt um noch ein paar Bissen essen und dann ab zum Auto um noch kurz im Auto zu schlafen, bevor es richtig hell wird. Nach 1,5 Stunden endete die Schlafrunde, raus aus dem Auto und wieder zum Veranstaltungsplatz zum Duschen. Anschließend noch in ein Hotel für einen Kaffee und Kuchen, den muss es natürlich geben nach so einem Lauf. Die Siegerehrung will ich auf alle Fälle abwarten, obwohl ich auf keine Plätze zu finden bin, da hier nur die Seniors  in 3 Gruppen bewertet werden und nicht die Altersklassen, denn dann wäre ich auf Platz 1. Aber Gerlinde ist auf dem ersten Platz in Ihrer Klasse, was auch zu erwarten war und die wollte ich noch kurz treffen, was mir auch gelang. So war sie doch mit ihren beiden Lauffreundinnen anwesend. Anschließend Christin von ihrem Hotel abgeholt die auch überwältigt war von ihrem Lauf und so konnten wir alle mit einem glücklichem Gefühl die Heimreise antreten.

24 Std.-Lauf Irdning

Immer zum ersten Juliwochenende findet der 24 Stunden-Lauf in Irdning in Österreich statt. Dieser sollte zu den größten Läufen in Europa zählen.

2016 war ich zum ersten Mal in Irdning und hatte den Lauf in guter Erinnerung.

2017 war ich fasziniert von dieser Veranstaltung, dazu noch später.

Der Veranstaltungsort wie so üblich bei 24 Stundenlauf ein Rundkurs in 8ter Form darin und außen herum vollgestellt mit Zelten und x-Dixi Klös da muss sich keiner anstellen diese sind überall verteilt. Alle Zelte haben Zugang zum Stromanschluss. Am Verpflegungstand gibt es warmes und kaltes Essen. Mein Essen war der Kaiserschmarren und Spaghetti mit Tomatensoße. Das Treiben auf der Strecke das Angefeuert werden war riesig. Um 22 Uhr fing es an zu regnen, irgendwann wurde es ungemütlich so gegen 2 Uhr legte ich mich mal in mein Auto und schlief mal eine halbe Stunde. Daraufhin drehte ich wieder meine Runden bis 7Uhr morgens. Da kroch mir die Kälte in den Körper so dass ich mich entschloss nochmals eine halbe Stunde hinzulegen. Aus der halben Stunde wurden es 2,5 Stunden bis ich wieder erwachte und weiterlief. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Bin gegenüber dem Vorjahr beinahe gänzlich alles gelaufen ohne Gehphasen einzulegen. Um ca. 16Uhr30 habe ich meine Vorjahres Leistung von 143km erreicht und wollte von da ab nur mehr bis zum Ende um 19Uhr gehen. So war der Gedanke den um 17Uhr war es als wäre ein Erdbeben das alles erzittern lässt. Die Zuschauer, die Staffelläufer alle an der Strecke sie tobten was das Zeug hergab. So etwas hatte ich noch nie

Biel 2017

Biel 2017

Biel 100 zum 7. Mal in Folge.

Freitagnachmittag ca. 14 Uhr Fahrt  zusammen mit Roland nach Biel. Normaler Verkehr und wie immer zähflüssig um Zürich. In Biel an meinen üblichen Parkplatz in der Nähe vom See haben wir das Auto abgestellt. Vom Parkplatz waren es so 15 Minuten zur Startunterlagenausgabe zu gehen. Im Nu hatten wir unsere Unterlagen in der Hand und machten uns auf dem Weg zur Sporthalle um dort unsere Tasche mit den Duschsachen für den nächsten Tag abzustellen. Der nächste Weg führte uns zur Pizzeria um eine Kleinigkeit zu essen, unterwegs trafen wir noch auf Andre. Die Zeit verflog sehr schnell, nochmals zurück zum Parkplatz um die restlichen  Sachen wie Rucksack und dergleichen abzuholen. Anschließend zurück zum Startplatz zum Foto machen, Karin und Sandra waren inzwischen auch am Startplatz. Dann kurzer Abschied und jeder nahm seinen für sich in Frage kommenden Platz ein.

Um 22 Uhr schon Dunkel erfolgte der Starschuss und die Läuferschar setzte sich in Bewegung. Was habe ich mir für diesen Lauf vorgenommen, meine beste Zeit war der erste Lauf mit 10:58 der schlechteste war 2015 mit 12:29. Mein Wunsch war nahe an die erste Zeit anzuknüpfen ob es gelingt war die andere Sache. Die ersten Kilometer  in der  Stadt um die 5:35 waren zu schnell, wollte nicht viel daran ändern da nach ca. 6km doch der erste Anstieg kommt. Diesen Anstieg wollte ich gehen es blieb aber beim wollte. Lief den Anstieg hoch wollte mir keine Blöße zeigen und es ging auch ganz gut. Die Gefällstrecke dann nach unten liebe ich, Page dabei 3:57.

Die weitere Strecke gab die Garmin als Durchschnittpage 6:00 an mit einer stetig fallender stärke. Die 6:30 Page kam mir irgendwie zu schnell. Zwischen 40 und 50km hatte ich irgendwie zu kämpfen inzwischen schon bei einer Page von Teilweise bei 6:90. Ab 50km als hätte jemand einen Hebel umgelegt lief es auf einmal wieder. Es lief auf einmal es machte so richtig Spaß auf dem Emmendamm eine Staffetenläuferin voraus es lief wir waren nur noch am Überholen keiner holte uns dabei ein. Konnte mich nicht daran erinnern jemals so am Emmendamm so gelaufen zu sein aber auch anschließend es lief auch an Steigungen lief ich wieder. Ich kannte mich selbst kaum mehr, schaffe ich die Zeit von 2011 einzustellen?

In Büren den Berg hoch so locker lief ich dort noch nie, anschließend runter zum Fluss um die restlichen 15 Kilometer zum Ziel und hierbei musste ich beißen. Langt es noch mit der Zeit wie viel Kilometer ist es noch genau. Meine Garmin zeigt mir mehr Kilometer an wie die Schilder vom Veranstalter. Es wird knapp, nein ich habe verspielt, 10 Minuten hätte ich früher angreifen müssen. Als es klar war,  war auch die Luft heraus ich konnte kaum noch musste zum Ende immer wieder kleine Gehpausen einlegen.

Endlich das Ziel mit 11:12.42 erreicht, Wunschziel verfehlt aber dennoch ich war mehr als zufrieden auch noch den 2.Ak erreicht letztes Jahr war es der 3.Ak. dann müsste der 1.Ak nächstes Jahr folgen als Wunschgedanke.

Ein Läufer sagte bei der Dusche anschließend ich hätte einen seltsamen Laufstill, würde gehen und dann immer wieder vorbei ziehen. Kann nicht langsam laufen entweder gehen oder normal laufen aber kriechend laufen geht nicht.

SH-Supertrail Tag 1

SH-Supertrail oder etwas anderer Ultralauf

Für den SH-Supertrail habe ich mich noch 2016 angemeldet da ich mit dem Organisator Bernhard Sesterheim schon mehrmals an Läufen über die Wege lief. Ein mulmiges Gefühl hatte ich wegen der Orientierung bei diesem Trail ansonsten sah es für mich wie ein Erlebnislauf und weniger wie ein Wettkampf aus.

Am Donnerstag dem25.Mai war Anreisetag und mit dem gemeinsamen Abendessen im Preispaket von 180,- mit 2 Abendessen, Frühstück und Übernachtung in Blockhütten eingeschlossen.

Freitagmorgen, um 4Uhr war zumindest für mich die Nacht beendet. Will morgens nicht hasten, gemütlich Duschen gehen, mein spezielles Frühstück zubereiten, Laufkleidung die für den erwarteten Sonnentag so leicht wie möglich sein sollte.

Um Punkt 6 Uhr fuhr der Shuttlebus zum Start um 7 Uhr an der Wildenburg ab. Vorher gab es noch ein kurzes Briefing mit dem Hinweis auf die Beschilderung des Saar- Hunsrück-Steig und nicht der Traumtänzerkennzeichnung nachzulaufen.

 

 

Das hörte sich alles gut an nach 2 Kilometer fing es schon an, wo sind die Schilder, ja wo sind sie, sie waren doch vor ein paar Meter noch da. Ab hier lief ich nicht mehr alleine von nun an lief ich nur noch mit meiner neuen Laufbegleiterin der Gerlinde eine jugendliche 63 jährige Frau die wie ein Wiesel lief. Es war ihr erster längerer Lauf in diesem Jahr und war um etliches fitter als ich mit meinen wöchendlichen einlagen.

Wir liefen ein paar Meter (ca.200m) zurück und sahen dann jetzt die Abzweigung. Zuerst breiter Forstweg und dann der Abzweig ein kleiner ausgetretener Steig in den Wald hinein. Auf alle Fälle waren wir vorher fast an der Spitze der Läufer und jetzt plötzlich waren wir die Letzten. Wir holten uns die Meisten wieder aber dabei verschossen besonders ich unnötig die Körner. Sehr häufig liefen Gerlinde und ich fast alleine durch die Wälder. An Steigungen fing ich dann zu gehen an, ich kann Steigungen nicht leiden da geht mir die Luft aus dafür liebe ich das Gefälle. Gerlinde konnte auch so richtig das Gefälle runter laufen und so passte unser Laufstiel gut zusammen. Hatte manchmal das Gefühl sie könnte noch schneller laufen aber wir blieben zusammen und es ist einmal so, 4 Augen sehen mehr als zwei. Das Verlaufen hielt sich bei uns zwei in Grenzen, kurzfristig ja aber waren eigentlich immer wieder schnell auf der richtigen Spur.

An Verpflegungstellen hieß es oft ihr seid schnell unterwegs, aber mein Gefühl sagte etwas anders. Irgendwann machten sich die schnellen Anfangskilometer besonders die Bergaufläufe bemerkbar schön langsam konnte  ich nicht mehr. Gerlinde machte noch einen richtigen lockeren Laufstill und ich musste bei geringste Steigung gehen.

Eins war uns beiden so richtig bewusst es ist ein schöner Trailauf in den Wäldern des Saar-Hunsrück-Steiges. Die kleinen Trails das hoch und runter und hier am ersten Tag fast nur Wald.

Die Stunden verliefen schnell, das Ziel kommt immer näher, kommen wir noch unter 10 Stunden ins Ziel?

Letzte Steigung hoch zum Ziel es zieht sich, ich will nicht mehr, wann endlich sind wir oben. Dann 50Meter vorm Ziel, Eingang zum Restaurant ich will ein Eis und zwar jetzt 50m vorm Ziel. Gerlinde schaute mich entgeistert an und machte mir klar zuerst wird durch das Ziel gelaufen und dann das Eis. Mit ihrer Begründung jetzt liefen wir den ganzen Tag gemeinsam durch Wälder und jetzt würde ich sie alleine lassen und das ginge nicht. Also lief ich dann doch weiter mit der Herausforderung dann müsse sie mit mir gemeinsam Eis essen gehen.

Der erste Tag wurde mit 68KM in der Zeit von 9Stunden und 48Minuten beendet.

 

Blockhütte für Übernachtung

Eschollbrücker 50km Lauf

Mit diesem Eschollbrückener Lauf begann 2016 die Zugehörigkeit zur damaligen LG DUV. Der Laufveranstalter hatte mich 2016 da ich unter DUV gemeldet war, einfach der LG DUV zugeordnet und plötzlich stand ich in der damaligen Mannschaftswertung. Kein Problem, der Mitgliedantrag wurde am gleichen Tag noch unterzeichnet.

Genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich bei der LG Ultralauf beigetreten bin und ich habe es bisher nicht bereut und so war der Lauf in Eschollbrücken eine schöne Erinnerung an die Erlebnisse des vergangenen Jahres.

Samstag angereist im Hotel Lamm übernachtet, wie auch im vorigen Jahr, da man im März noch nicht genau sagen kann, ob man im Auto übernachten kann oder nicht. Nach dem Studieren der Teilnehmerliste für den Lauf, war ich mir schon sicher, dass es einen erster Platz in der Ak. wie letztes Jahr nicht geben kann. Harianto Irwan aus Karlsruhe, wo immer er auch mitläuft, ist er vor mir platziert. Die Zeit 5:02:16 von 2016 war für mich die Zeit, die ich auf alle Fälle auch für 2017 mindestens erreichen wollte. Habe mir deshalb eine Pace von 5:50 min/km vorgenommen.

Der Samstagmorgen ließ schönes Wetter erwarten. Ich war einer der ersten bei der Abholung der Startunterlagen um 7Uhr 30 und hatte noch genügend Zeit mich mit anderen, bekannten Läufer zu unterhalten. Die Zeit bis zum Start um 9 Uhr verging sehr schnell. Als Laufkleidung wählte ich kurze Hose und zwei Shirts und natürlich gehört mein Rucksack dazu.

Um 9 Uhr wurde der Countdown heruntergezählt und los ging es. Harianto lief ca. 5 Meter vor mir. Unsere Pace betrug 5:30 pro km. Mein Kopf arbeitete, soll ich mitziehen oder nicht? Ich entschloß mich mitzuziehen, aber keinenfalls noch schneller. Nach der ersten Runde (5km) wurde Harianto schneller und war weg, ich versuchte auch nicht mitzumachen, da ich das bestimmt bitter bereuen würde. Gelaufen wurde auf Naturwegen mit ein paar kleinen Erhöhungen, der Wind auf dem Damm hielt sich auch zurück und es wurde immer wärmer. Ende der 3.Runde ca. 300m voraus war Harianto plötzlich sichtbar. Zielgelände 5.Runde Harianto ca. 100m voraus. Kurz vor Ende der 6.Runde beim Einlauf auf das Zielgelände, passierte das Unglück. Ich weiß nicht wieso und  weshalb, aber ich stürzte. Ich sah noch den Betonklotz, drehte mich ein wenig, stürzte auf die rechte Hand und Schulter und der Kopf knallte ca 10cm neben dem Betonklotz auf den Boden. Es dröhnte kurz. Irgendwie bin ich direkt aufgesprungen und weitergelaufen und wollte jetzt nur nicht stehenbleiben. Der Streckenposten schrie mir noch etwas zu, aber für mich zählte nur noch weiter. Alles ist noch dran, also gibt es keinen Grund zum Zögern. Alles andere hält nur auf und wenn Sannis kommen, gibt es nur unnötige Diskussionen. Harianto war allerdings verschwunden. Ich konnte ihn nirgendswo sehen, meine Hand blutete leicht, aber ansonsten lief es den Umständen entsprechend. Tempomäßig war ich inzwischen bei 5:34 min pro km.

Eschol1

Es wird immer wärmer und so entschloss ich mich, bei Runde 8 (40km) den Rucksack und die Shirts an der Selbstverpflegung abzulegen, um dann mit freiem Oberkörper weiter zu laufen. Es wurde schwerer, der Körper schrie nach Gehen, aber ich wollte nicht, ich wollte heute durchlaufen, wollte heute dranbleiben, auch wenn es schwer fiel. Ende 9.Runde , Harianto war wieder in Sicht ca. 500m vor mir, also nicht gehen, sondern dranbleiben. Ca. 1,5km vor dem Ziel wurde es irgendwie flau im Bauch. Was konnte es sein? Kreislauf oder? Ich lief ein wenig langsamer und der Körper beruhigte sich wieder. Jetzt ein Kilometer vor dem Ziel konnte es kein Aufgeben mehr geben. Diesen Zieleinlauf, erstmals seitdem ich 50km-Läufe unternehme, unter 5 Stunden! Endlich Ziel erreicht 4:48:01 für mich ein super Gefühl und nur ca. 4 Minuten von Harianto entfernt.

Somit ging ein freudiges Wochenende vorüber mit den Hintergedanken, die Trainings in der nächsten Zeit auf dem Laufband und dem Ganzkörpertraining weiter intensiv durchzuführen.

 

Rodgau 2017

Auch wenn ich seit dem Neujahrslauf in Zürich kaum gelaufen bin, der Rodgaulauf musste in jedem Fall herhalten; auch wenn ich ihn nur gegangen wäre.

Anfahrt nach Rodgau war am Freitag mit einer Übernachtung in Mühlheim bei Offenbach in einer privaten Pension. Für eine Autoübernachtung ist es mir noch zu kalt. Am Samstagsmorgen fuhr ich gleich um 7 Uhr 30 nach Rodgau, um mir gleich mal die Startunterlagen abzuholen. Schon bei der Parkplatzeinweisung waren die ersten bekannten Gesichter anzutreffen. Rodgau ist einfach so eine Art Treffen der Ultraläufer.

Rodgau2016B

Franz Holzleitner und Notger Seitz

Wetter war kalt aber zumindest trocken und es war eine Temperaturzunahme zu erwarten. Die Zeit bis zum Start war schnell vorüber und um 10 Uhr erfolgte pünktlich der Startschuss und die Laufschar setzte sich in Bewegung. Meine Vorausplanung sah einen Lauf in 6min/km voraus, nur der Kopf wollte dem nicht folgen und somit plante ich ein Finish in 5:34-5:38 und der spätere Einbruch war nicht weit entfernt. Ab Kilometer 20 wurde der Körper müde, ab km 25 kämpften die Füße mit dem Körper und streikten zeitweise, der Puls war ab jetzt jenseits von 160. Bei Kilometer 30 war ich dem Aufgeben nahe, schloss zu einem anderen Läufer auf, der auch am kämpfen war. Der Puls ging nur beim Gehen kurz runter, sobald ich nur anfing zu laufen, war dieser wieder über 160. Beide kämpften wir uns über die Runden. Bei Km 40 war der Trinkrucksack leer und ich nahm die offizielle VP in Anspruch. Ein Glas warmes Wasser gemischt mit Backpulver brachte mich wieder einigermaßen auf Vordermann. Zumindest lief es wieder besser, obwohl der Puls um die 175 war. Nach meinem Gefühl rechnete ich nun mit eine Endzeit von 5:45 also um eine halbe Stunde langsamer als letztes Jahr. Alsbald verließ ich den anderen Läufer und zog wieder meine eigenen Runden. Es kamen noch kurze Geheinheiten, aber es lief wieder einigermaßen und so konnte ich in den letzten Kilometer noch einige Läufer einholen und mit 5:30:12 den Lauf beenden. Es war sicher keine Meisterleistung, aber es war eigentlich schon vorher klar, dass ohne Training keine gute Leistung zu erwarten ist. Die Pause seit Anfang November war wie immer unnütz. So, jetzt geht es am Wochenende wieder weiter, ein Marathon in Bad Füssing steht an.

Text: Franz Holzleitner, Foto: Notger Seitz, 1.2.2017

Jahreswechsel 2016/2017

Jahreswechsel 2016/2017

Das Jahr 2016 ist vor ein paar Stunden zu Ende gegangen und hat einen kurzen Rückblick verdient.

Es war für mich ein erfreuliches Läuferjahr. Nach drei Jahren laufen bei Wettkämpfen die allesamt mit Krämpfen im Oberschenkel bespickt waren war 2016 nur der Rennsteig mit kurzen Krämpfen versehen. Die 22 restlichen Ultraläufe und 4 Marathons blieben ohne Krämpfe. Der Vereinswechsel zu LG DUV gab einen Ansporn auf mehr Wettkämpfe an die ich teilnahm als bisher.

Es war eine Art Sucht die ich nach meiner sogenannter Flucht 2015 nach Luzern mit 220km vernahm. Mit dieser Sucht kann ich gut leben, mein Körper besonders die Gelenke nahmen meine 1900 Wettkampfkilometer ohne Spirenzle und Schmerzen in Kauf. Die letzten beiden Ultras der Saarschleifentrail und der Bottroper Herbstlauf  waren ein sehr schöner Abschluss, nur hätte ich so weiter machen sollen den der Körper in meinem Alter veranstaltet einen schnellen Abbau.

Um diesen Abbau zu beenden lief ich den Silvesterlauf in Flourn mit seinen 6,2km bei herrlichen trockener kalter Witterung mit. Die Zeit gegenüber meinem letzten Silvesterlauf vor 2 Jahren in Flourn büßte ich 2 Minuten ein.

Damit der Körper sich gleich mal auf 2017 einstellen konnte plante ich gleich noch einen Neujahrslauf mit Start um 0 Uhr in Zürich. Die Anfahrt war ein Graus, bis Zürich die 1,15 Stunden waren in Ordnung aber den Startplatz zu finden war ein Fiasko. Linienbusfahrer und 10 Passanten konnten mir keiner sagen wo die Sporthalle ist und das Navi dirigierte mich zu zwei alten Sporthallen mit gleichen Namen. Letztendlich nach 1,5 stundenlanger Suche erreichte ich mein Ziel und nach einer halben Stunde erfolgte der Startschuss.

Während andere um 24 Uhr an Silvester mit Sekt Anstoßen liefen wir in der Halle los hinaus in die dunkle Nacht hinaus. Unter Feuerwerksraketen und begleitet mit Böllerschüssen ging es auf die Laufstrecke. Marathonläufer, Halbmarathonsläufer und 10km-Läufer teilten sich den Weg entlang der Limmat.

Die Laufstrecke bestand für Marathonläufer aus vier Runden zu 10,55 km und jede Runde endete in der Sporthalle. Die ersten Runde war nur so von Böllerschüssen begleitet, Feuerwerksraketen waren nicht so stark zu sehen aber das Krachen der Böller versiegte erst gegen Ende des Marathons. Auch meine Kraft versiegte gegen das Ende, am Anfang zu schnell unterwegs man ließ sich einfach von den schnellen Läufern mitziehen und auch die beinahe zwei Monaten Pause taten das übrige. Gegen Ende, die Füße wurden schwer und die Kälte kroch schön langsam in die Kleidung man sehnte das Ziel herbei. Nach 4:21:19 lief ich in der Halle über die Ziellinie und dann sofort unter die Dusche. Zumindest war diese noch einigermaßen warm. Anschließend sofort zum Auto gegangen und ab nach Hause. Unterwegs musste ich mal kurz stehen bleiben und schlafen den es bestand die Gefahr des Einschlafens. Um 6 Uhr dreißig endlich zu Hause und hinein ins Bett. Gegen Mittag, aufstehen und PC einschalten um die Rangliste zu studieren. Aber auf dem Weg kam ich mir vor als wäre ich noch nie einen Marathon gelaufen ein Gefühl das ich noch nie in der letzten Zeit hatte ich war fertig alles war steif, die Zehen schmerzten und die Hüfte schmerzte das war nach 24 Stunden normal nicht der Fall.

Rangliste die aus 10 Jahren -Abschnitte bestand war ich auf Rang 5, wären 5 Jahresabschnitte könnte ich auf den 1. Rang stehen und als Jahresweltbester stand ich als115ter in der Liste. Mit diesem Lauf war es ein schöner Jahreswechsel 2016/2017 für mich als verrückter Läufer.

 

 

3 Schluchtensteig

Am Sonntag den 20.11.16 ging es mit Trailfieber auf den 3 Schluchtensteig ( Gauchachschlucht-Wutachschlucht-Rötenbachschlucht)

Bericht vom Michael Hoffmann, auch die meisten Bilder vom Michael.

1. Trailfieber Gruppenlauf am 20.11.16
30km
800 Höhenmeter +
700 Höhenmeter – bei bestem Laufwetter. Superklasse organisiert und klasse VP´s. Gefühlt wie bei meinem Schwarzwaldlauf, nur die Strecke war natürlich kürzer aber super schön. Keine der 5 Etappen meines SWL war so schön wie dieser Trail. danke Lars Schweizer und danke auch an dein klasse Team.

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Herbstwaldlauf in Bottrop 50km

Herbstwaldlauf in Bottrop

Am Sonntag war es wieder einmal soweit, ein Lauf hat gerufen und das im November dem Winter ganz nahe. Da man dem November der Witterung nicht richtig trauen kann muss man auch mit Kälte rechnen. Aus diesem Grund habe ich ausnahmsweise eine Übernachtung in einem Hotel geplant, da es im Auto zu schlafen verdammt kalt werden könnte. Bottrop eine halbe Weltreise wartet und so fuhr ich schon am Samstag um 14 Uhr los um 20 Uhr habe ich dann mein Zimmer in Düsseldorf bezogen.

Nach einer geruhsamen Nacht fuhr ich Sonntagmorgen um 7 Uhr los nach Bottrop  zum Bergwerk Prosper-Haniel zum Startbereich. Richtiger Novembermorgen in Bottrop diesig und windig und nicht gerade warm. Für den Lauf war auf alle Fälle kurze Hose geplant und oben herum 2 T-Shirt und am Laufbeginn zur schnellen Erwärmung eine dünne Jacke und Handschuhe. Die Startunterlagen waren schnell abgeholt und  es blieb noch genügend Zeit um sich mit dem Laufbereich vertraut zu machen. Auch waren genügend bekannte Gesichter am Start, von LG-Ultralauf sind nur wir Wiesner und ich anwesend Michaela musste leider krankheitsbedingt absagen.

Um neun Uhr der Startschuss für den 44. Herbstwaldlauf für 50km und 25km wobei die 50zig km in 2 Runden gelaufen werden. Kurz nach dem Start geht es gleich mal hinein in den Laubwald der uns für die nächsten Stunden umgab. Die Temperaturen im Wald waren angenehm so dass ich bereits nach ca. 7 km die Jacke und die Handschuhe in meinen Rucksack verstaute. Die Laufstrecke hervorragend beschildert da kam keine Ungewissheit auf ob noch auf der Strecke ist oder nicht. Von dieser Beschilderung könnten viele Veranstalter eine Scheibe davon abschneiden. Die Strecke meines erachten flach und doch zeigte die Garmin  am Ende um die 200 Höhenmeter an wo die herkommen war mir ein Rätsel. Hatte mir vorgenommen die 50km in der Zeit von ca. 5 Stunden zu durchlaufen. Auf die Herzfrequenz wollte ich weniger achtgeben da es flach ist und in letzter Zeit gut funktioniert hat, obwohl die Frequenz zeitweise ganz schön hochging. Versuchte nur genügend zu Trinken mein Getränk im Rucksack hatte ich zur Genüge dabei. Fühlte mich gut auf der Strecke vielleicht sogar zu gut sodass ich den Boden küsste, auf ebener Strecke kein Stein oder Wurzel auf dem Boden nur zu dämlich den Fuß zu heben. Es war eine richtige Flachlandung, aufgesprungen und weiter. Nach kurzer Zeit ein nachkommender Läufer „ Du blutest am Fuß, an der linken Wade fließt Blut“ meine Antwort darauf „ macht nichts das wird schon wieder einmal aufhören“  dieser Läufer läuft dann etliche Kilometer mit mir und ich hatte jemanden zum Unterhalten, Gesprächsstoff gibt es ja genügend bei Läufern. Nach ca. 38km lief ich auf einem mir bestens bekannten Läufer auf der auch immer auf Ultras unterwegs ist und wobei wir uns immer wieder treffen. Nur diesmal war es anders, er war fertig hatte genug vom Laufen und will am liebsten aufhören. Daraufhin war mein Kommentar, wir laufen jetzt gemeinsam, dass bekommen wir noch hin wir laufen zusammen ins Ziel.

Wir blieben zusammen, man sah er kämpfte und ich weiß es auch von mir wenn man in diesem Stadion ist und die Füße nicht mehr wollen, da tut nichts weh aber sie bleiben dann mal stehen. Später hat sich noch einer dazu gestellt der auch am Ende war. Die Zwei kämpften und ich lief vor raus und machte immer wieder mal langsam. So zwei Kilometer vor dem Ziel war mein Vorsprung doch etwas größer  ich wartete da kamen zwei Läufer vorbei wobei mir der Eine zurief wenn Du noch etwas erreichen will dann musst Du zulaufen. Dabei kam ich ins rotieren soll ich, oder nicht soll ich zulaufen oder soll ich warten, der eine Läufer könnte meine Altersklasse sein. Mein Kopf sagte dann lauf zu es sind nur noch zwei Kilometer und das schaffen sie auch so und ich lief. Lief zu holte noch  ein paar Läufer  ein und holte mir noch den 2.Platz in der Altersklasse zurück mit der Zeit von 5:05:24.

Wartete noch im Startbereich bis die zwei auch im Ziel waren, war mir noch im Zweifel habe ich mich richtig verhalten oder nicht? Hatte gesagt wir laufen gemeinsam ins Ziel und bin am Ende davon gelaufen.

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