Jahresplanung 2019

Geplante  und sichere Läufe für 2019

28Januar  Rodgau 50km Bez. 5:12:38  4.Pl.Ak.

31.März    Ebershausen 50km bez.

12.April     Stirnlampenlauf Bad Dürrheim 8km

14.April     Mörfelden 6 Std.Lauf

27.April    Wolfach Erlebnislauf mit laufendhelfen.de 60km

1.-5.Mai    Westweg Tag und Nacht durch den Schwarzwald Laufen was der Körper hergibt ca.200km

10.- 12. Mai     Schluchtensteig ca.200km Laufen was der Körper hergibt.

18.Mai 24 Std.-Lauf mit dem DAV Teil vom Querweg Singen- Villingen

  1. Mai Rund um den Bodensee ca. 200km ?????? noch in der Schwebe

8.Juni      KUT 78km bez.

15.Juni    Mozart 100  110km bez.

29.Juni    Eiger-Training 50km

6.Juli        Bergmarathon Traunstein bez.

13. Juli     Nigth52  52km Nachtlauf

20.Juli     24Std-Lauf Dettenhausen

26.Juli     GGUT Großglockner 100km bez.

11.August APU 69km

17. August Berliner Höhenweg ca.80km

24.August  24Std-Lauf Bottrop

31.August  Karwendellauf 50km bez.

  1. September München 6 Std-Lauf

21.September  100 km Kandel

12. Oktober Trail Dorado bez.

26.Oktober Schwäbisch Gmünd 50km

14.Dezember Eisweinlauf 65km Erlebnislauf mit laufendhelfen.de

Albmarathon2018

Der Albmarathon von Schwäbisch Gmünd

Wieder einmal, zum fünften Mal stand der 50km Lauf Albmarathon auf dem Plan. Ein Lauf, der es in sich hatte zumindest für mich der die Steigungen hasst, aber was solls wer gerne runter läuft muss zuerst oben ankommen.

Am Freitag die übliche Anfahrt mit genügend Staueinlagen aber dann doch die Schwerzerhalle für die Übernachtung erreicht. Nach Einrichtung des Schlafplatzes zum Prediger gegangen um die Startunterlagen abzuholen. Der restliche Abend war dann zum Besuch der Enkel gewidmet.

Samstagsmorgen, es ist kalt geworden. Die Frage war jetzt was ziehe ich an zum Laufen. Kurze Hose, mich schüttelte es, nein, die dreiviertel Hose muss aber dann reichen. Oben zwei Shirts ein kurzes und ein langes und darüber eine Jacke was zu viel ist kann unterwegs in den Rucksack wandern.

Vor dem Start im Prediger noch ein paar bekannte Gesichter begrüßt und dann ging es raus zur Startaufstellung. Pünktlich um 10 Uhr erfolgte der Start. Der Lauf folgte kurz durch die Stadt und dann hinaus in die Natur durch die Wälder und Wiesen um Schwäbisch Gmünd. Nach ca. 5km musste ich bereits meine Jacke in den Rucksack verstauen der Körper hatte seine Betriebstemperatur erreicht. Meine Ohrhörer funktionierten nicht so wollte ich komplett ohne die Lauf Uhr zu beachten den Lauf hinter mir bringen. Die Steigungen hoch gehen und runter laufen lassen was das Zeug hergibt war meine Devise. Das Wetter war so richtig meins das richtige Wettkampfwetter für mich wie ich es liebe. Viele Läufer verwünschen das nasskalte Wetter denen ist es zu kalt und zu rutschig. Verstehe ich gar nicht, ja es regnet zeitweise ein wenig, aber das stört gar nicht. Das Shirt ist feucht ob vom Schweiß oder Nieselregen ist egal. Rutschig? Ich hatte damit keine Probleme kann mich nicht erinnern das mir einmal die Füße ins rutschen kamen. Runterlaufen über Laub und Wiesen, laufen lassen ist herrlich und nichts rutscht dabei. Wer bremst verliert ist ein altes Sprichwort. Dieser Lauf war einfach schön es passte alles außer die Steigungen. Ich werde mir als nächstes vornehmen wieder mehr in dieser Richtung zu trainieren, wenn ich nur mehr Lust dazu hätte. Die Steigungen hätte ich vorm Haus, aber es ist einfach anstrengend immer wieder hoch zu laufen. Nach vierzig Kilometer war das Schlimmste hinter mir jetzt hieß es nur noch die letzten 10 km durchzuhalten. War ich überrascht es lief es konnte nicht besser laufen, kann mich nicht erinnern das ich den Bahndamm jemals so entlanggelaufen bin. Alle Läufer, die nach vorne ins Blickfeld kamen habe ich mir geholt nur die letzte Läuferin 300m vorm Ziel wollte ich nicht mehr überholen. Ich habe sie noch angefeuert zum Schlussspurt und sind mit gleichem Schritt über die Ziellinie 5:41:44 damit zweiter in der Ak. Es war mein schönster Lauf in Schwäbisch Gmünd der erste Lauf vor sechs Jahren war um 5 Minuten schneller und ich war damals vollkommen am Ende und diesmal war es ein Genuss.

Ein Lauf durch einen Bannwald

Lauf durch den Bannwald

Am Samstag um 8Uhr30 in Stühlingen in den Bus um nach Wehr zu kommen zum Ende des Schluchtensteiges. Wollte ich doch die Fortsetzung des Schluchtensteiges nach Stühlingen der mir in August verwehrt war einmal zu laufen.

Um 11Uhr30 nachdem der Bus in Wehr ankam machte ich mich gleich auf den Weg. In Wehr selbst war alles nach Koomot super zu finden aber gleich zum Einstieg in den Wald ging es los. Der Weg war nicht mehr vorhanden ein Suchen nützte nichts er war verwachsen. Mit dem zweiten Einstieg hatte ich mehr Glück. Der Weg ging mal stetig nach oben für mich war es dann ein stetig gehen und laufen. Dann hieß es vom Navi nach links abbiegen aber wo? Nach kurzen hin und her den Abstieg gefunden. Ein Trail der schon eine Ewigkeit nicht mehr benutzt wurde und der irgendwann vollkommen mit Dornen verwachsen war das es unmöglich war weiter zu kommen. Meine Überlegung daraus war vielleicht in Zukunft bei solchen von mir gemachten Unternehmungen ein Buschmesser eine Machete mit zu nehmen. Auf alle Fälle war ich verurteilt den Rückzug anzutreten. Zurück auf dem Hauptweg bis zur nächsten Ansage links ab. Nach längeren Suchen fand ich den Trampelpfad, der den Abhang hinab führte. Ein schmaler Pfad halb verwachsen aber doch noch geh bar bestimmt seit Jahren nicht mehr benutzt eigentlich schade. Nach erreichen der Talsohle fing das Suchen von vorne los, egal in welche Richtung oder Weg ich auch wollte das Navi war mit mir nicht zufrieden. Muss dazu noch sagen es waren keinerlei Wegweiser oder der gleichen, sondern nur von Koomot vorgeschlagener Wegführung, die mich wieder nach Stühlingen nach 64 Km bringen sollte. Die Überlegung war nach einiger Zeit was bin ich eigentlich, ein Wanderer nein, ein Läufer nein, eigentlich bin ich ein Pfadfinder der uralten Pfade sucht. Erst später sah ich ein Schild, dass ich mich in einem Bannwald befinde und deshalb alles der Natur überlassen wird. Darauf hin habe ich nicht mehr auf das Navi reagiert, wenn ein Weg, der nicht zu sehen war diesen zu suchen. Auf alle Fälle war das die langsamsten 10km die ich unterwegs war, sage und schreibe 3 Stunden für 10km.

Trotz alledem es war schön, die bunten Laubbäume, der Wald, die Stille. Deshalb habe ich auch vor 14 Tagen meinen Platz fürs andere Leben in einem Friedwald unter einer Buche gesichert in der freien Natur so wie jetzt beim Laufen oder auch mal beim Gehen die Natur genießen.

Nach 5 Stunden durch den Wald erst wieder die ersten Häuser gesichtet und anschließend ging es wieder hinein in den Wald. Um 20Uhr erreichte ich St. Blasien, Halbzeit, nach ursprünglichem Plan wollte ich jetzt in Stühlingen sein. Bin bis jetzt ohne einer Stehpause unterwegs gewesen Zeit zu einer Essenspause. Eine Pizzeria war schnell gefunden Spagetti schnell vertilgt und weiter geht’s.

Ein schmaler Pfad schlängelt sich den Berg hoch und wollte wollte nicht aufhören. Allein durch finstere Nacht es ist herrlich keine Menschenseele unterwegs auch keine Tiere lassen sich sehen. Mal hört mal das Muhen von Kühen aber ansonsten Stille.

Die Stunden und Kilometer vergehen, der Schluchsee lässt sich blicken über die Staumauer und dann wieder hinein in den Wald. Immer schön bergauf und bergab insgesamt waren es ein wenig über 2000 Höhenmeter, nach mehr als 14 Stunden habe ich dann Stühlingen wo mein Auto stand erreicht. Aus 64km wurden es insgesamt 74km.

Rückblickend, es war ein schöner Lauf. Besonders der Lauf durch die Nacht bei halbem Mond super aber als Lauf als Anschluss beim Schluchtensteig zurück nach Stühlingen weniger geeignet. Das heißt nochmals aber eine andere Strecke versuchen, das ist die Aufgabe für das nächste Frühjahr.

Pfalz Trail 2018

 

Pfalz Trail 2018

Nach nur diesjährigen 7 Wettkämpfen musste am letzten Samstag der Pfalz Trail in Carlsberg herhalten. Bin schon 2016 diesen Trail gelaufen mit seinen 85km und 2400 Höhenmeter und war mir noch in Erinnerung. Dachte ich damals ich wäre der absolut letzter der durchs Ziel lief mit 12:36:XX  dem war es gar nicht so, dass es Anspruchsvoll war blieb in Erinnerung. Am Samstagsmorgen um 6 Uhr 30 war Start. Nach einer Nacht im Auto gut geschlafen konnte es nur gut losgehen. Es war noch finster als die Läuferschar sich in Bewegung brachte und die Kälte war mir ein wenig ungewohnt in diesem Jahr. Um eine Stirnlampe aufzusetzen für die erste Stunde war ich zu faul und musste daher das Licht von den Mitläufern mitbenutzen ging aber so auch in Ordnung.

Es lief am Anfang ganz gut die Gedanken schweiften zu den Gefällstrecken die ich so liebe, soll ich mich diese hinabzustürzen oder soll ich es Gemütlich angehen. Der innere Drang wurde immer stärker obwohl ich wusste ich sollte den Puls unter 120 halten wegen dem Chronischen Kompartmentsyndrom siegte dann doch der Drang. Als bei ca. Kilometer 13 die erste lange Gefällstrecke sich zeigte legte ich los es war herrlich hinunter zu stürmen. Ein Dankeschön an die Läufer und es waren alle auf diesem Streckenabschnitt die mir durch ihr beiseitetreten dies ermöglichten. Es ist mehr oder wenig ein Rausch, den man sich hingibt es gibt dabei keine Gedanken, dem man sich hingeben kann es gibt nur ein hinunter so schnell es geht. Waren 3 Kilometer, auf alle Fälle viel zu kurz und doch gibt es kaum so lange Gefällstrecken außer im Gebirge nur dort sehr häufig mit spitzen Steinen. Vorbei der erste Traum es geht wieder nach oben.  Bei dem nächsten längeren Gefälle das gleiche Spiel noch einmal. Nur waren dann auf Hälfte der Gefällstrecke zwei Läufer, die hatten mich gesehen machten aber keinen Platz um daran vorbeizukommen. Es wurmte mich will nicht so langsam runter, möchte schneller. Mein Blick ging weit voraus, wo wäre eine Möglichkeit vorbeizukommen. Jetzt musste es sein, rechts seitlich kurz hoch und vorbei. Entschuldigt ihr Zwei das ihr erschrocken seid aber anders wäre es nicht möglich gewesen an euch vorbei zu kommen.

Eigentlich bin ich es gewöhnt das man andere vorbei lasst, wenn diese aufschließen aber selten muss man doch schauen wie man eben doch vorbeikommt. Ab Kilometer 35 war es vorbei mit lustig das verdammte Syndrom meldete sich es kamen die Schmerzen in beiden Füßen bis ganz hoch. Ab jetzt hieß es langsamer werden den Puls senken bevor es mir wieder so ergeht wie beim 24 Std-Lauf in Bottrop. Es war zum Aushalten natürlich die Pace-Zeiten gingen hoch, meinen Spaß hatte ich und das Ziel werde ich auch erreichen.

Der Pfälzerwald ist relativ laut durch die Nähe zu Straßen aber die vielen Trails herrlich zu laufen auch die Organisation lasst kaum Wünsche offen.

Irgendwann kommt jeder ins Ziel, mein Ziel habe ich nach 12:24:11 erreicht. Beinahe wie vor zwei Jahren da waren es um die 12:33:xx. Es war ein schöner Lauf an einem schönen Herbsttag viele nette Läufer kennen gelernt besonders gefreut hatte ich mich als ich den Vereinskamerad Menke Markus mit Freundin am Vortag und vorm Lauf noch traf. Markus, Gratulation noch zu Deinem hervorragenden 2. Platz.

Schluchtensteig

Schluchtensteig oder ein alter Mann auf Tour

So endlich komme ich mal dazu diesen Schluchtensteig zu laufen. Wie oft stand dieser schon auf dem Plan und immer wieder gingen Unwetter voraus und Teile der Wutachschlucht waren gesperrt. Diesmal war eher das Gegenteil es fehlte Wasser, das Wilde, das Tosende und so wurde es ein schöner ruhiger Lauf durch 4 Schluchten. Geplant sind 180km und bis Samstagabend oder -nacht.

Freitagmorgen ging es los um 8Uhr45 am Startpunkt in Stühlingen einen extra Parkplatz für Schluchtbesucher und das sogar ohne Parkgebühr. Wenn man da an Grindelwald oder Kempten denkt. Unterwegs sind hauptsächlich Etappenläufer, Verrückte wie meinerseits die so etwas in einen Zug durchlaufen habe ich keine angetroffen. Wetter war herrlich und so begab ich mich auf den Weg. Sehr schnell war man eingetaucht im Wald und ich war erstaunt über die Trails, die hier sofort begannen. Hatte diesen Anfang niemals vermutet. Alsbald ging es schon mal richtig hoch aber im Schatten des Waldes ganz angenehm. Bei dem Aussichtspunkt Wutachflühen ändert sich mal das Ganze, als offenes Land. Hier konnte sich die Sonne richtig zeigen und ich meinen freien Oberkörper, das Shirt musste runter. Es ging hoch auf den Buchberg vor allen heftig und dann noch der stechende Planet.

Oben angekommen ein schöner Fleck um auch mal eine kurze Pause zu machen wie es ein Ehepaar mit einem Vesper tat. Für mich hieß es weiter wieder hinunter und in die Schlucht. Blumberg war schnell durchlaufen bevor es zum Schleifenbachwasserfall ging. Der Wasserfall war mehr ein Rinnsal, aber die Badewanne davor reizte für eine Abkühlung und musste genutzt werden, herrlich wars. Danach war es weniger aufregend bis zur Wutachmühle. Hier beginnt die bekannte Wutachschlucht, das schmale Tal, das gerade noch die Wutach und einen Wanderpfad aufnimmt. An Wochenenden sehr häufig überlaufen und an ganz schmalen Pfaden staut sich der Wanderpulk an, das macht dann keinen Spaß mehr. Für mich der Teil, den ich noch nie betreten hatte und ich sehr gespannt darauf war. Zum Beispiel wo die Wutach komplett verschwunden ist und ein paar Meter weiter noch richtig vorhanden ist.

Im übrigen die Wutach war leise sie plätscherte nur vor sich hin im Normal Fall rauscht sie richtig und man spürt dann richtig die Gewalt, die von ihr ausgeht. Zurzeit ist die Wutach auf Grund des fehlenden Regens richtig zahm. Nach heftigen Regen ist die Schlucht teilweise gesperrt wegen Stein und Schlammlawinen sowie Baumbruch. Es ist immer wieder schön durch die Wutachschlucht zu laufen und bei diesen Temperaturen richtig angenehm kühl. Inzwischen kippte das Wetter, Blitze und Donner wechselten sich ab und der Regen setzte ein. Da ich schon die ganze Zeit mit freien Oberkörper lief, lief dieser auf meiner Haut schön ab. Bei der Schattenmühle kehrte ich mal ein vielleicht geht das Gewitter vorüber bis ich wieder zulaufe und wie schön es gibt einen Kaiserschmarren.

Der Kaiserschmarrn ist vertilgt es kann weiter gehen. Es regnet zwar noch aber was solls man hat ja schon darauf gewartet. Zuerst ging es mal kurz raus aus der Schlucht bis es nach ein paar Meter wieder abwärts ging. Am Räuberschloß vorbei, kurz das Schloss besucht da keine Räuber anwesend waren gleich wieder weiter. Mehrere Brücklen überquert bevor es wieder hinaus ging von der Schlucht. Lenzkirch, und es ist abends, die Gewitter werden stärker und der Regen heftiger also Zeit für das Abendessen. Nach Genuss der Gemüsemaultaschen wieder Aufbruch. Gewitter hat nachgelassen und es regnet immer noch und die Nacht ist hereingebrochen. Aber mit der Stirnlampe wird die Nacht zum Tag. Klar die Weitsicht ist weg aber dann sieht man schon nicht wo es wieder hochgeht. Es geht ein paarmal heftig nach oben und auch wieder runter zu meiner Freude. Schluchsee auf den Wegen des Schluchtseeslaufes und weiter Richtung St. Blasien. Kurz vor St.Blasien nochmals eine Schlucht an deren Ende der Windberg-Wasserfall. Hier nochmals zu Baden war doch für mich zu kühl. Weiter ging es nach Todtmoos. Die Strecke hoch und runter mal im Wald mal freie Sicht. Bei der Stirnlampe gibt der zweite Akku seinen Geist auf aber inzwischen nimmt das dunkle der Nacht ab.

Bei mir kehrt plötzlich eine Müdigkeit ein, die ein Laufen kaum möglich macht auch kein wandern. Es war ein torkeln und konnte mich kaum aufrecht halten ein kurzes einnicken während des Laufes. Wie ich es herbei sehnte erschien eine Hütte. Offene Hütte also eine Frischlufthütte mit Bänken. Mit Rucksack hingelegt, weiß nicht glaube ich habe schon geschlafen bevor ich richtig lag.

Fünfzehn Minuten später aufgewacht, aufgestanden und weitergelaufen als hätte ich die ganze Nacht geschlafen. Kurz vor Todtmoos die Hohwehraschlucht eine kurze Schlucht mit einem Rinnsal von Wasser und die erkennen lässt wie stark sie sein kann. Todtmoos gerade auch richtig für ein kleines Frühstück. Danach weiter Richtung Wehr, nach ca. 8km fängt auch hier die Schlucht an die Wehraschlucht.

Wehraschlucht hat einen ganz anderen Charakter. Wutachschlucht man ist ganz nahe am Wasser auch die zwei anderen kleinen Schluchten man spürt förmlich die Kraft des Wassers. Die Wehraschlucht man läuft in ca. 200m über dem Wasser an zum Teil richtig schmalen Pfaden, der Abgrund, unten das Getöse des Wassers. Für einem der Höhenangst hätte dreht hier durch mit dem müsste man nachts laufen. Irgendwann wechselt es auf die andere Seite man läuft dann oben über dem Stausee und kommt langsam wieder runter auf höhe der Staumauer. Es war wenig Wasser im Becken man sieht überall wie das Wasser fehlt. Am Samstag um 13Uhr habe Wehr erreicht nach 25Std, 131km, 4000Hm.

Der Plan wäre von hier wieder nach Stühlingen zu laufen also nochmals 80km. Inzwischen ist es 14Uhr. Das Navi eingestellt auf das neue Ziel und losgelaufen. Wieder ganz nach oben, das Navi bitte umdrehen, wieder umgekehrt. Etliches runter das Navi will nach rechts. Durch mit hohen bewachsenem Gras nach rechts abgebogen dann wieder umkehren es geht nicht weiter. Zwei Stunden umher geirrt es ist 16Uhr das heißt die nächste Nacht durch ein unbekanntes Gebiet ohne Stirnlampe fürs Navi und Telefon könnte es noch reichen.

Abgebrochen will jetzt runter nach Wehr mit dem Bus nach Bad Säckingen und mit dem Zug nach Lauchringen und von dort die restliche 35-40km nach Stühlingen laufen.

Um 17Uhr 15 hatte ich den Busplatz erreicht, Bus fährt um 18Uhr5. Bahnhof Bad Säckingen um 18Uhr16 erreicht, Zug fährt um 18Uhr17. Bin Schwarzfahrer bin zu langsam zum Lösen einer Fahrkarte.

19Uhr bin in Lauchringen eingetroffen und mache mich nachdem ich das Navi neu eingestellt habe auf dem Heimweg. Das Navi und ich liegen im Clinsch jeder will was anderes. Will jetzt die erste Strecke ich keine sie von der Bundesstraße über eine Abkürzung Wut Öschingen erreichen.

Hier kommt der alte Mann in die Überschrift. Bin also zugelaufen, links meine bekannte Bundesstraße in weiter Entfernung, rechts im abstand von 1,5km das Navi. Also kann ich auch nicht so falsch liegen. Dann ein Bauernhof diesen Hof wollte ich für die Abkürzung benutzen. Der Bauer der erschien sagte ich noch ich will in diese Richtung nach Wutöschingen. Worauf dieser das läge viel weiter links ich müsste da so und so erklärte er zurück gehen. Also ging ich zurück. Aber nicht so wie er sagte nach einer Wegbiegung hinter einem anderen Haus folgte ich meiner weiteren Überlegung. Wer kam inzwischen quer über die Wiese mit dem Auto, mein lieber Bauer. Mit den Worten jetzt bist doch schon wieder falsch steig ein ich bringe dich wieder auf die richtige Straße. Also stieg ich ein und erzählte mir „ich soll um diese Zeit nicht mehr soviel herum laufen jetzt ist es schon fast finster und laufe nicht so viel“. Diese Hilfsbereitschaft konnte ich kaputt machen, er vermutet in mir einen alten Mann, der nicht mehr weiß wo er hin will und hilfsbedürftig ist. Nein, ich wollte jetzt nicht unhöflich sein. Konnte ihm nicht sagen das ich das Navi noch laufen habe und dass ich es liebe nachts zu laufen und das ich Ultra laufe und gerade 151km gelaufen bin. Zum Schluss lässt er mich gleich einweisen in die Klapse. Er hat mich komplett bis zu meinem Auto gefahren und ich bin um meine restlichen 29km zu meinen geplanten 180km gekommen. Muss schon sagen man wird in meinem Alter anders angesehen zuvorkommend, höflich, hilfsbedürftig, Rentnermäßig und wenn man dann mal erzählt, dass ich noch voll arbeite und soviel soweit laufe dann hängen ihnen die Augen raus.

 

 

 

 

 

 

2.Bodenseelauf

  1. Bodenseelauf

Wieder war es mal an der Zeit, den Bodensee zu Umrunden. Die kurze Fahrt nach Ludwigshafen zum Startpunkt meines Vorhabens war schnell hinter mir gebracht.

Einen schönen Tag habe ich wieder erwischt vielleicht ein wenig zu warm fürs Laufen. Um neun Uhr lief ich dann los durch die Ersten Feldern im Westen von Ludwigshafen. Alsbald hatte ich die Stadt durchlaufen und die Äpfel Plantagen erreicht.

Auf Feldwegen ging es Richtung Sipplingen und bald darauf in die Höhe mit himmlischen Ausblicken über den Bodensee. Einen Weg hoch zum Haldenhof ein Hotel und Gasthof hoch über den See wollte ich diesmal einen anderen benutzen. Beim ersten Lauf war es doch grenzwertig und sollte sich nicht unbedingt wiederholen. Das Schild sehr steil flößte mir kein Unbehagen  ein. Irgendwann zeigte der Weg eine Gabelung und der andere Weg reizte mich, also ging ich diesem Weg nach. Eins machte mich dabei stutzig warum sind hier Winkeleisen im Boden verankert als würde hier ein Treppengeländer angebracht oder vielleicht doch entfernt (weil es doch zu steil ist). Es war nur gut das der Boden vollkommen ausgetrocknet war ansonsten wäre ich nicht hochgekommen zum Teil habe ich mich auf allen Vieren hochgezogen. Eins habe ich mir vorgenommen werde mir mal einen Tag den Sipplingerberg vornehmen aber dann mit meinen Crossschuhen mit Nägel und einen Eispickel.

Den Ausblick auf dem Haldenhof genossen und mich auf den Abgang zu den Hölderlinen Tobel gewählt. Viele schöne Trails die hier zu laufen waren. Dann nicht zu vergessen auch den Spetzgarter Tobel und weiter dann nach Überlingen. Überlingen wird zu dieser Zeit überlaufen vom Tourismus nicht nur hier der ganze Bodensee auf deutscher Seite zumindest. Am See es ist laut die ganze Nacht, der Geschrei es gibt keine Zeit wo es ruhig war.

Bei der Klosterkirche Birnau machte ich meine erste Rast nach ca. 4Std.Lauf mittlerweile ist es 13Uhr. Weiter ging es dann über Friedrichshafen Richtung Bregenz. Hierzu gibt es nicht viel zu berichten laut und viele Radfahrer, es ist einfach eine Tourismusattraktion, der Bodensee auf deutscher Seite.

Bregenz, inzwischen war es 3Uhr es regnete in der Letzten Zeit immer öfters nicht stark aber doch nass. Bregenz, ruhig ein paar Gestalten liefen noch auf der Seepromerade. Da lt. Wetterbericht mit einem verregneten Samstag zu rechnen ist legte ich hier die eigentlich für später geplante Schlafpause ein. Ein Thresenaufbau für eine Veranstaltung ersetzte hier mein Bett. Nach ca. 45 Minuten begann es laut und immer lauter. Weiß nicht woher sie alle kamen Jugendliche die hier herum grölten so dass ich alsbald auf meinen Schlafplatz verzichtete und weiter lief. Frühstücken war dann um sechs Uhr an einer Tankstelle angesagt. Die Nacht hatte nur wenig Abkühlung gebracht die Sonne war nicht mehr da zumindest vormittags. Das Rheindelta wollte ich abkürzen aber es wurden etliche Mehrkilometer durch einen Zick-Zack-Kurz daraus.

In Rohrschach wollte ich eine kurze Rast machen beim Schifflandeplatz auf der Grünfläche und bin prompt gleichmal eingeschlafen (1/2Stunde). Die Schweizer Seeseite viel ruhiger kaum Touristikwirbel in den Städten und viel freundlicher. Jeder grüßt jeden, nicht wie bei uns wo man froh sein muss, wenn dann der andere Läufer den Gruß erwidert.

Was machten die Füße. Sie wurden immer schwerer die Gehpausen immer länger. Die Gelenke waren super da war nichts zu spüren. Dem kleinen Zeh gefiel die Prozedur gar nicht auch der Vorfußbereich zeigte Unbehagen.

Konstanz, inzwischen ist es 18 Uhr musste inzwischen auch feststellen das die Uhr schon seit längeren ausgefallen ist. Die letzten Kilometer waren nicht so angenehm, Eintönigkeit und Unbehagen trübten den Lauf. Es gilt jetzt auch eine Entscheidung zu treffen bezüglich des weiter Laufens. Bis zur Insel Mainau ist es klar aber dann? Die Marienschlucht ist gesperrt wegen mehren Todesfälle in den letzten Jahren verursacht anscheinend durch Waldbruch und Steinbruch. Lt. meiner Arbeitskollegin müsste der Uferbereich frei sein da wir zurzeit einen niedrigen Wasserstand haben. Die Umgehung der Marienschlucht bringt etliche Mehrkilometer mit sich, jetzt was tun?

Eingang zur Marienschlucht, jetzt musste noch eine Torte und ein Kaffee herhalten um die Entscheidung zu treffen und die hieß zu guter Letzt Marienschlucht der Uferweg. Im Ort war ein Fest wobei ich einen mir bekannten Läufer antraf und dieser mir von meinem Plan und der Marienschlucht abriet. Inzwischen war es 21 Uhr.

Marienschlucht, die Absperrung war leicht zu umgehen und bestimmt auch schon oft genug von anderen. Kurz danach den Weg zum Ufer gesucht wobei ich feststellte so einfach wird das ganze nicht sein. Der Waldbruch am Uferrand war enorm. Es galt über die quer liegenden Bäume zu steigen oder zu tänzeln oder unten durch auf allen Vieren. Es waren immer mehr Bäume bis ich mich entschloss hochzusteigen zum Schluchtenweg. Hier ging es mal gut voran dann kam die Finsternis oder die Stirnlampenzeit. War ich froh dass ich die Petzl hatte die die Nacht zum Tage macht. Dann kam die direkte Schlucht, wasserfrei der ganze frühere hölzerne Aufbau fehlte, was jetzt? Zurück? Runter zum Ufer? Durch die Schlucht? Nochmal vor um die Schlucht mehr auszuleuchten und der Entschluss steht. Zuerst ein Sprung auf die kleine Rampe und der Rest ergibt sich. Gut gelaufen unten am Ufer wieder angekommen und dann wieder dem Ufer entlanggelaufen. Dann die nächste Blockade Ufer voll mit Bäumen also wieder hoch zum Schluchtensteig. Der Steig schön zu laufen herrlich, plötzlich stehen 2 Autos auf dem Weg und paar Gegenstände liegen herum. Dann sehe ich auch schon das Feuer am Ufer und ein Kerl kommt mir entgegen. Es waren 3 Kerle die von mir genauso überrascht waren wie ich von den Autos. Auf die Aussage das die Marienschlucht gesperrt ist und wie ich da jetzt durchkam und meine Antwort das Verbot gilt nur tagsüber und nicht nachts war ich auch schon wieder verschwunden. Zweimal musste ich noch hoch und runter bis ich dann endgültig auf dem Weg bleiben konnte. Es dauerte eine Ewigkeit bis ich wieder bewohntes Gebiet erreichte. Es war alles anders hatte das Gefühle der Weg macht einen Bogen aber unten das Ufer ist immer noch da. Laufe ich im Kreis oder sind die Karten falsch da sieht man nur eine gerade Strecke. Endlich kommen die ersten Häuser, welche Ortschaft? Bis ich mal eine Person sehe und fragen kann wo bin ich. Als dieser Bodman erwähnte fiel mir ein Stein vom Herzen in kürze habe ich mein Auto erreicht, hatte schon andere Ortschaften erwartet. Endlich am Auto die Fußsohlen glühen und trotzdem bleibt ein wunderbares Glückgefühl zurück

Frohnleichnamstouren

Frohnleichnamstouren

Als ich wahr nahm dass meine Vereinskollegen des LG Ultralauf von Stuttgart und Karlsruhe eine Tour an Frohnleichnam von Pforzheim nach Karlsruhe vorhaben war ich sofort angetan. Die Startzeit 10Uhr war gerade richtig da ich wusste ein Zug von Rottweil nach Pforzheim fährt um 10Uhr 06 in Pforzheim ein. Nahm sofort mit Jonathan Kontakt auf und schon war der erste Teil meiner Fronleichnams-Tour bestätigt. Der zweite Teil wäre dann von Karlsruhe nach Rottweil die Nacht hindurch. Soweit war erst mal die Planung.

Am gesetzten Tag ging es mit dem Auto nach kurzer Fahrt zum Bahnhof in Rottweil. Der Zug um 8Uhr 16 nach Pforzheim fuhr pünktlich ab. Als ich um 10Uhr06 in Pforzheim ausstieg haben die Kollegen schon am Bahnhofseingang auf mich gewartet. Schnell noch ein Foto gemacht, meinen Rucksack noch der Frau Gärtner übergeben den sie mit dem Auto mitnahm nach Karlsruhe.

Schon begann der erste Teil der Tour nach Karlsruhe. Es war eine angenehme Tour durch die Landschaft, das Wetter machte super mit auch die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war super. Zur Halbzeit der 45km Strecke war eine kurze Rast zur Ergänzung der Verpflegung. Die Zeit verging relativ schnell vorbei und damit war Karlsruhe erreicht. Das Ziel war der Garten der Fam. Gärtner und war für ein Grillfest super vorbereitet. Auch eine Dusche stand zur Verfügung und das mit viel Liebe zubereitete Essen das herrlich schmeckte. Hier noch ein herzlichstes Dankeschön an Franziska und Hilmar Gärtner und Eltern vom Hilmar. Danke es war super bei Euch.

Gegen 19Uhr machte ich mich auf den Weg Richtung Rottweil. Zuerst zum Bahnhof von Karlsruhe denn von dort ab war meine Route über Komoot gespeichert. Über Rüpurr ging es hinaus zum Teil über die Strecke von Fidelitas-Nachtlauf Richtung Ettlingen. Aber bald verlor ich dann die Orientierung, irgendwann kam ich dann doch an Ettlingen vorbei. Komoot hat eine Eigenschaft besser 20km Umweg als auf Asphaltwegen zu laufen. Dabei wurde ich auf eine Mountainbike strecke hoch geführt steil und mit Schilder versehen nicht für Fußgänger und Lebensgefahr. Habe es überlebt, nur die Zeit läuft davon, denn an Laufen war bei deren Steigung nicht zu denken.

Bald wurde es dunkel die Nacht bracht herein, in der Ferne zeigten sich die ersten Blitze. Wieder einmal meldete sich das Navi „ Du hast deine Route verlassen, schaue nach in Deiner Karte“. Es blieb nichts anderes übrig als umzukehren nachdem ich in einem privaten Firmengelände umher geirrt war. Dafür kam das Gewitter immer näher und näher, dabei ließ auch der Regen nicht mehr lange auf sich warten. Wollte eigentlich Bad Herrenalb noch erreichen, aber habe mich dann doch in Marxell entschieden das schlimmste vom Gewitter abzuwarten. Es war inzwischen 24Uhr als ich mich auf den Boden vom Vorplatz vom Bahnhof Marxell ausbreitete. Auf die Eisenbänke wollte ich mich nicht unbedingt bei dem Gewitter legen. Wollte nicht durch einen Blitz auf der Eisenbank gegrillt werden.

 

Nach zwei Stunden habe ich meinen Rast und Schlafplatz wieder verlassen, das Gewitter hatte sich wieder beruhigt. Es ging immer noch aufwärts in der Nähe von Bad Herrenalb. Es ist immer wieder schön nachts durch den Wald zu streifen. Es ist ruhig auch die Tiere schlafen man hört und sieht nichts umher huschen. Auch kein Wolf ließ sich im Wolfgebiet erblicken. Die Wege vom Westweg wurden von Komoot benutzt oder überquert. Ab 4Uhr morgens kam wieder Leben in die Natur, die Vögel erwachten wieder und so manch anderes Tier ließ sich erblicken. Aber ansonsten tiefer Schwarzwald nur Wald rings herum, tiefe schwarze Wald, keine Menschenseele, man ist alleine für sich und der Natur.

Nach 8Uhr morgens ging es dann hinunter Richtung Forbach. Es dauerte man sollte nicht meinen das ginge schnell, es zog sich dahin immer weiter hinunter. Um ca. 9 Uhr habe ich Forbach erreicht und hier suchte ich ein Cafe zum Frühstücken. Wurde gleich mal fündig nur die Auswahl fürs Frühstück war ein wenig mickrig, aber besser wie gar nichts. Die Steckdose im Gastraum musste herhalten zum kurzfristigen aufladen der Akkus.

Anschließend ging es weiter Richtung Freudenstadt, aber zu allererst die Anhöhe wieder hoch. Gerade hoch ohne Schleife die Zugspitze ist nichts dagegen. Hoch, es will nicht enden, 2 Stunden hoch, wann hört es endlich auf. Irgendwann hatte ich es dann doch geschafft die Hochebene des Schwarzwaldes. Alsbald wurde es mir klar, Rottweil erreiche ich nicht mehr im Laufe des Tages. Somit war mein Gedanke Freudenstadt bis abends zu erreichen und dann mit öffentl. Verkehrsmittel nach Rottweil weiter zufahren. Es zeichnete sich auch ab das meine Akkus nicht mehr solange durch halten würden. Die Nähe zu Freudenstadt zeigte sich dann das sich der Wald zurück zog und wieder einmal freies Land sichtbar wurde. Erste Ortschaften zeigten sich dann bald und somit auch mal die Gelegenheit Einzukehren bei Kaffee und Kuchen. Anschließend holte ich mir noch ein halbes Kilo Erdbeeren und so gestärkt ging es weiter nach Freudenstadt zum Bahnhof.

Hier kam das böse erwachen. Es fährt kein öffentliches Verkehrsmittel nach Rottweil, was nun. Akkus sind leer, das heißt kein Handy mehr, die Uhr ist schon längst leer. Es sind noch 48km bis Rottweil, hinter mir waren es bisher 150km. Bekenntnis wenn man 150km laufen kann dann kann man auch noch die restlichen Kilometer laufen. Im Bahnhof-Restaurant noch kurz das Handy für das Navi aufgeladen und dann nichts wie weiter. Inzwischen sind zwei Stunden vergangen und es ist 21UhrAuf ging es Richtung Rottweil, schöne Strecke, schöne Trails. Dieses Schöne musste ich bald verlassen, kein Navi mehr Akkus leer. Es blieb mir nichts anderes mehr übrig als den Hauptstraßen nach zu laufen.  Für die Stirnlampe hatte ich noch einen vollgeladenen Akku dabei, wenigsten sehe ich nachts noch was.  Irgendwann fingen die Fußsohlen an zu brennen sie schmerzten nicht aber es war unangenehm. Also bevor sie Feuer fingen Schuhe aus und mal ein paar Kilometer barfuß gelaufen in den Socken. Gegen 1 Uhr kam die Kälte ich fror, mir war kalt. Dann nächstes Dorf, es ist Flourn und jetzt habe ich meine mir bekannte Umgebung erreicht. In Flourn die Sparkasse aufgesucht nicht zum Geld abheben, nein zum aufwärmen und mal schlafen. Würde ich durchlaufen wäre ich spätestens um 4Uhr morgens beim Auto. Nach Hause fahren würde nicht funktionieren da würde ich einschlafen, im Auto schlafen wäre zu kalt ohne Schlafsack. Also in der Sparkasse mal schlafen und später mal zulaufen so dass ich um 6 Uhr in Rottweil bin zum Frühstücken beim MC. Es war ein schöner Lauf und bestimmt nicht der letzte in dieser Art, nur die Stromversorgung muss überdacht werden.

 

 

 

 

 

Bodenseelauf privat

Bodenseelauf (Teilbereich) am 27. / 28.4.2018

Am Freitag den 27.4.2018 um Ca. 9 Uhr war für mich der Startbeginn für mein Vorhaben rund um den Bodensee zu laufen. Los ging es kurz vor Ludwigshafen bei einem Obstgeschäft, wo ich mein Auto abstellte. Wetter war herrlich und ließ auch noch weiter von dieser Sorte erwarten.  Den Rucksack umgeschnallt und los ging es. Das Tempo war durch den Rucksack dementsprechend gebremst. Das Gewicht von 8kg ist nicht ohne will man laufen und nicht gehen. Die Laufstrecke hatte ich vom Komoot-App unter Bodensee-Kompass auf dem I-Phon gespeichert. Durch das I-Phon erfolgt wie beim Navi im Auto eine Sprachansage und somit braucht man nicht laufend auf das Handy starren. An manchen Stellen war es empfehlenswert einen Blick darauf zu werfen. Der Bodenseerundweg ist beschildert aber der Weg dafür bleibt mehr direkt am See und lässt das schöne Hinterland außeracht. Die schönsten Trails findet man hauptsächlich im Hinterland. Am Ortsausgang von Ludwigshafen führte der Weg links ab durch die Obstfelder hindurch. Die Jahreszeit war für diesen Lauf gut gewählt den die Obstbäume und die Natur stand in voller Blüte. Im Bereich von Sipplingen trennte sich schon mal der offizielle Bodenseestrecke von der von Komoot. Habe es erst bemerkt nachdem mich Komoot darauf aufmerksam machte. Also lief ich das kurze Stück zurück denn ich wollte nach Komoot laufen. Der Grund dafür dass ich inzwischen Komoot kenne und weiß dass es die kleinsten Wege Trails alte Wiesenwege sucht um ans Ziel zu kommen. Es ging dann stark steigend nach oben und man konnte gut erkennen es läuft kaum noch einer diesen Weg nach.

Dann eine Schlüsselstelle werde ich so schnell nicht vergessen. Um eine Kurve ein Tisch mit einer Kerze und zwei Stühlen gegenüber ein Hochstand und kein Weg mehr sichtbar. Wahrscheinlich eine Stelle für den Förster oder sonstige Gestalten die sich hier Gemütlich eingerichtet haben. Für mich hieß es jetzt den alten Weg zu suchen.

Komoot zeigte mir es geht hier nach oben nur wo? So nach Ahnung hier könnte es nach oben gehen begab ich mich auf den Weg, steil, zum Teil rutschig feucht. Irgendwann kommt die Stelle man will hier nicht mehr zurück es geht steil nach unten. Nach oben wo? Zur Seite geht ein Trampelpfad von Tieren gerade so sichtbar also nichts wie weiter. Fühlte mich um Jahre zurück versetzt, in die Schul und Jugendzeit. Es geht fast immer vorwärts nur nicht zurückblicken auch nicht zur Seite dort geht es nur nach unten. Verdammt der Trampelpfad ist brüchig, weich die Schuhe haben Schwierigkeiten nicht abzurutschen. Hier hätte ich mir gerne Stöcke gewünscht aber auch die herum liegende Holzstöcke waren dabei behilflich. Mit einem Holzstock und auf allen vieren überstand ich diese Überquerung. Anschließend nochmals steil aber gut geh bar ging es nach oben. Oben traf ich auf einen Trail, vielleicht habe ich doch nicht ganz den richtigen Pfad erwischt aber schön war es doch. Kurz darauf stand ich vor dem Haldenhof der einen hervorragenden Blick über den Bodensee zulässt.

 

Anschließend ging es wieder nach unten mit Ausblicke auf den Bodensee und das auf richtig schöne Trails. Kurz vor Überlingen habe ich  die Bodenseenähe wieder erreicht. In Überlingen ging es durch die Strandpromenade die mit Touristen voll war. Nach Überlingen durch die Obstgärten zum Kloster Birnau. Inzwischen war es um 13 Uhr und da genehmigte ich mir eine kurze Rast bevor es auf einer Anhöhe weiter ging nach Meersburg. Wieder hinein in das Touristengewühl runter zur Uferstraße. Kurz ein Eis geholt obwohl hätte ich es besser stehen gelassen nachdem sich die Eisverkäuferin beschwert hatte das ich mit freien Oberkörper laufe. Beim nächsten Mal, muss ich mich glaube ich ganz nackig machen. Auf alle Fälle das Eis war gut.

Der Weg führte weiter Richtung Friedrichshafen der schönste und auch schwierigste Teil ist vorbei. Nach Immenstadt ging es mal ca. 5km neben der Hauptstraße entlang das war ganz und gar nicht schön. Die Zeit läuft, hinke weit hinter meinen Zeiteinteilung hinterher. Die Strecke von Ludwighafen bis Friedrichshafen hat viel mehr Zeit geschluckt als vorgenommen. Dazu kommt jetzt der Rucksack die acht Kilo belasten den Körper auf die Dauer doch gewaltig. Die Schulterriemen drücken, der Rücken, die Hüftknochen und der kleine Zeh mucken immer mehr auf. In Friedrichshafen habe ich am Busbahnhof eine Pause mit Kaffee und Kuchen eingelegt auch der Wasservorrat wurde ergänzt. Dann ging es wieder weiter aber wirklich ging ich dann nur noch. Es ging dann meist in See nähe weiter und da die Temperaturen sehr angenehm waren für den Abend war der Bodensee für viele der Aufenthaltspunkt. Überall saßen sie und grillten sie am Strand auch Läufer sind plötzlich wieder unterwegs bisher sah ich keinen. Irgendwann ging es wieder mehr ins Hinterland und die Nacht holte mich immer mehr ein. In Friedrichshafen hatte ich schon die Shirts angezogen aber jetzt kam dann doch die Nachtfrische durch die Kleidung es wurde kalt. Zeit sich wärmer anzuziehen.

Nachts um ca. zwei Uhr, mir ist kalt Einkehr beim MC und anschließend wieder weiter. Komme nicht mehr ins Laufen, will noch bis Bregenz gehen solange es noch dunkel ist und anschließend wieder laufen. Ende von Bregenz musste eine Gartenbank herhalten um kurz zu schlafen. Ab 4Uhr morgens kommt wieder Leben in die Welt. Es beginnt ein Vogelkonzert ums Andere auch den Fröschen

quaken beginnt nur mein Körper will nicht so recht. Muss immer häufiger feststellen dass ich ganz krumm gehe. Rheindelta man läuft die ganze Zeit auf dem Damm, es ist alles Flach, in der Ferne die Berge. Es ist wieder ganz andere Gegend hat natürlich auch seinen Reiz diese Weite. Hier sind viele Radfahrer unterwegs. Hier auf dem Damm entschloss ich mich aufzugeben. Es ist kein richtiges vorrankommen, auch das gehen es gefällt mir nicht, werde immer krümmer und komme nicht voran. Die Hüftknochen der Rücken der Zeh, wenn ich jetzt aufgebe ist immer noch besser als in irgendwas hinein zu laufen. Es war herrlich dieser Lauf und werde in vier Wochen wiederholen aber dann nur noch höchsten fall 4kg im Rucksack. Wie ich das hin bekomme ist mir noch ein Rätsel aber die Temperaturen sind dann auch anders. Heute Dienstag habe ich keinerlei Beschwerden von meinem abgebrochenen Lauf und das ist das wichtigste. Jetzt am Wochenende ein 24Std 80km Marsch mit dem Alpenverein nächste Woche den West weg und dann geht es wieder um den Bodensee.

https://www.komoot.de/tour/30515180

Trail Dorado 2017

 

Trail-Dorado 2017

Habe mich schon sehr früh für diesen Lauf angemeldet und da schon mit den Gedanken den Lauf zweitrangig einzuordnen. Die Anfahrt am Freitag nach Arnsberg war wie so üblich in diese Richtung katastrophal. Samstagmorgen um 6 Uhr erreichte ich Arnsberg. Die Jugendherberge der Veranstaltungsort war noch finster also im Tiefschlaf. So entschloss ich mich auch nochmals ein wenig Schlaf nachzuholen. Um 8 Uhr war für mich die Nacht vorbei und holte mir dann die Startunterlagen und begab mich zum Frühstück. Hier traf ich gleich mal den Ralf der auch schon beim Frühstücken war sowie dann auch die restlichen Läufer vom Ultralauf. Anschließend machte ich mich ein wenig mit der Strecke bekannt und parkte mein Auto um zum Wohnmobil-Parkplatz. Hier an diesem Platz wollte ich nachts in aller Ruhe noch ein wenig Schlaf nach holen da ich diesen Lauf mehr als Training und weniger als Wettkampf ansah.

Um 12 Uhr erfolgte der Start, nach kurzer ebener Strecke ging es gleich mal nach oben. Da war dann nichts mehr mit Laufen zumindest nicht für mich. Für mich war es mal klar um 15 Uhr ist der erste Vortrag über Survival und ich werde die ersten 2,5 Stunden bergab zu richtig laufen lassen. Wenn es schon bergauf geht und die Steigung nicht mein Freund ist so will ich zumindest bergab das ich Liebe so richtig ausleben zumindest die Anfangszeit bis 15 Uhr für mehr fehlt mir die Ausdauer.

Die Aufzeichnung von Garmin zeigte für die Gefällstrecke der ersten drei Stunde eine Herzfrequenz von 201bpm an eine Schrittfrequenz von 239spm bei einer Schrittlänge von 1,85m. Da war ich länger im Flug als ich groß bin, aber ob die Aufzeichnungen stimmen oder nicht auf alle Fälle war es schön den Berg hinab zu stürmen. Für 5 Runden für 5 Flüge nach unten hat es bis 15 Uhr gereicht für viel länger hätte ich es nicht machen wollen und dann war 45 Minuten Pause angesagt also der Vortrag.

Der Vortrag riss mich nicht vom Hocker war für mich irgendwie enttäuschend. Survival war für mich vorgesehen da ich nächstes Jahr in erster Linie nur noch die Meisterschaftsläufe laufen will und dann nur noch wenige Wettkämpfe. Meine meisten Läufe werden Navi-Läufe sein einfach zu laufen das Navi sagt mir die Wege an. Geplannt sind mal der Westweg 285km, Schluchtensteig mit Rheinhöhenweg 200km, Zillertal 80km, E5 bis Meran 175km, Bodensee 280km einfach laufen solange es geht und dann maschieren. Übernachtung gibt es dabei keine, nur kleine Schlafpausen sei es in der Hängematte oder in Hütten. Deshalb war dieser Vortrag für mich über Feuer machen und Wasser reinigen fehl am Platz.

Der nächste Vortrag ist um 19Uhr angesetzt auch dieser war nicht mein Fall. Anschließend weiter bis 22Uhr dann war mein Akku verbraucht, ich wollte nicht mehr. Das Laufen mit der Stirnlampe auf dieser Runde setzte mich mehr zu als ich glauben wollte. Also rein in mein Auto und schlafen mit der Vorgabe von ca. 2Std. schlafen.

Nach 2 Std wurde ich wach, jetzt aufstehen und laufen, nein ich will nicht mehr nicht jetzt vielleicht in 1 Std.. So kam es dann auch um 1Uhr entschloss ich mich den Lauf wieder auf zu nehmen und bis 7Uhr zum nächsten Vortrag über Abenteuer weiterzulaufen. Die Runden wurden immer einsamer die meisten Läufer haben sich jetzt der Nachtruhe verschrieben.

Endlich 7Uhr Vortragszeit, der nicht zustande kam. Zwei Redner die den Mund nicht aufbekamen, weiß nicht schlafen sie noch auf alle Fälle bekamen sie ihre Geräte nicht zum Laufen. Ich entschloss mich zu gehen um ein Frühstück einzunehmen. Auch Ralf und der Dirk waren anwesend beim Frühstücken und der Dirk war niedergeschlagen wegen seinen Blasen. Wir redeten kurz wie es weiter geht, Dirk wollte noch kurz laufen und dann aufgeben. Das war auch verständlich mit Blasen zu laufen kann keine Freude sein. Ich begab mich auch wieder auf die Piste aber die Luft war irgendwie draußen, es wollte sich keine so richtige Lauflust mehr einstellen. Beschloss auch alsbald noch bis 10 Uhr zu laufen und dann zu beenden da ich um 17Uhr noch einen Termin hatte. Als ich mich um 10 Uhr zu den Duschen begab War ich erstaunt das Dirk doch noch laufend unterwegs war. Mir reichten meine 90km der 1.Pl. in der Ak. Hatte ich schon lange da die restlichen 2 Altersklassen-Läufer schon bei 40km aufgaben. Die Veranstaltung war soweit in Ordnung nur würde ich in Zukunft keine Vorträge mehr im vor raus buchen.

 

Hubut 20.08.2017

 

Hubut 2017

Oder wie er offiziell heißt der Hunsbuckeltrail

Eine Woche nach dem APM war jetzt der Hubut an der Reihe. Anreise wieder ein Tag vorher also Samstag. Hier war ein Waldfest mit Tanzveranstaltungsvorführung imProgramm. Abends ab 21 Uhr mit Diskomusik de aber ein schlafen in ausreichende Entfernung durchwegs möglich machte.

Am Sonntag um 7Uhr war der Start für die 63 km des Hubuts angesagt. Ein kurzes Briefing ging dem Voraus. Die Trails waren üblich wie all die anderen Trails im Saar Hunsrück-Bereichs immer schön hoch und runter auf schönen zum Teil schmalen Single Trails. Der Höhepunkt war die Hängebrücke Gayerway als längste Hängebrücke Deutschland ausgewiesen. Die Wege waren bis auf wenige Matschstellen gut zu laufen. Habe mich zu Beginn stark zurückgehalten.  Wollte mich wie im Allgäu am Anfang zurückhalten und zum Ende hin noch genügend Luft zu haben. Es funktionierte auch ganz gut, konnte zum Ende hin noch Altersklasse Läufer überholen. Natürlich setzt man sich dann unter Druck, nur nicht nachlassen ansonsten kommen sie wieder und holen mich ein. Nach 9:25 und 1.Pl.Ak.  war mein Hubut der zum 1.mal ausgetragen beendet. Die Ausschilderung und die ganze Organisation waren bestens in Ordnung.